Dachstuhlbrand in Heimsheim Bürger über Notfall-App gewarnt - Schaden ist riesig

Der Dachstuhlbrand in Heimsheim war ein Großeinsatz für die Feuerwehr. Foto: SDMG

Der Brand eines Hauses in der Nähe des Heimsheimer Marktplatzes hat die Einsatzkräfte gefordert. Nun werden Details zum Vorfall bekannt, bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde.

Leonberg: Marius Venturini (mv)

Der Schaden, der am Montagnachmittag bei einem Dachstuhlbrand in Heimsheim entstanden ist, ist immens. Laut einer ersten Schätzung, die das Polizeipräsidium Pforzheim herausgegeben hat, liegt er bei 500.000 Euro. Nach derzeitigem Erkenntnisstand brach das Feuer gegen 14.50 Uhr in einem wohl unbewohnten Teil des Dachgeschosses aus. Danach griff es auf das Dachgebälk des Hauses in der Pforzheimer Straße in der Nähe des Marktplatzes über.

 

Die Bewohner des Wohnhauses wurden von den Einsatzkräften, die schnell am Brandort eintrafen, unverletzt evakuiert. Das Feuer führte zu einer erheblichen und über große Entfernung erkennbaren Rauchentwicklung. Auch im Radio wurden die Heimsheimer Bürgerinnen und Bürger dazu aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, ebenso wurde über die Notfall-Informations- und Nachrichten-App Nina Alarm für die Bevölkerung ausgelöst.

Straßen während des Einsatzes gesperrt

Die Feuerwehr brachte den Brand schnell unter Kontrolle und löschte die Flammen. Für die Dauer der Löscharbeiten musste die Durchgangsstraße, die an dem betroffenen Gebäude verläuft, gesperrt werden. Für die Dauer der bis in die Abendstunden notwendigen Brandnachaufsicht musste der Verkehr einspurig auf der Landesstraße vorbeigeleitet werden.

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern derweil weiter an. Da das Wohnhaus infolge des Feuers bis auf Weiteres nicht bewohnbar ist, stellte die Gemeinde Heimsheim Unterkünfte für die Bewohner bereit.

An dem Einsatzgeschehen waren laut Polizeibericht mehr als 130 Einsatzkräfte mit 30 Fahrzeugen beteiligt. Neben der Feuerwehr aus Heimsheim waren auch Brandschützer aus Tiefenbronn, Friolzheim, Mühlacker, Knittlingen, Kieselbronn, Renningen, Keltern und Illingen vor Ort, außerdem Fachberater des Technischen Hilfswerks sowie mehrere Einheiten von Rotem Kreuz und Polizei.

Viele Dachstühle brennen in der jüngsten Vergangenheit

Der Dachstuhlbrand in Heimsheim ist der jüngste von mehreren ähnlichen Vorfällen in der jüngeren Vergangenheit in der Umgebung. Zuletzt hatte in Leonberg-Warmbronn am Sonntag der Dachstuhl eines Fachwerkhauses Feuer gefangen, was auch dort zu einem Großeinsatz führte. Verletzt wurde niemand, die Ursache waren maschinelle Arbeiten im Obergeschoss.

Noch bemerkenswerter sind gleich zwei Brände in Gerlingen. So brannte am 23. Februar und am 22. April jeweils der Dachstuhl eines Neubaus, was beide Male zu einem beträchtlichen Schaden führte. Die Ursachen sind jeweils bekannt, die Polizei schließt vorsätzliche Brandstiftung aus.

Weitere Themen