IAA Daimler-Kunden kaufen trotzdem Diesel

Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der IAA. Foto: dpa 7 Bilder
Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der IAA. Foto: dpa

Kunden fragen verstärkt nach zum Thema Diesel-Skandal: Daimler hat seit der Fahrverbots-Debatte festgestellt, dass die Besorgnis der Kunden zugenommen habe. Mercedes-Benz habe aber in diesem Jahr bisher mehr Diesel-Fahrzeuge verkauft als im Vorjahreszeitraum.

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Frankfurt - Der Autobauer Daimler registriert angesichts der Diskussion um mögliche Diesel-Fahrverbote in Deutschland inzwischen Besorgnis bei seinen Kunden. „Natürlich hat die Einfahrverbotsdiskussion nochmal eine zusätzliche neue Qualität, die zum ersten Mal auch Nachfragen unserer Kunden in den Verkaufshäusern auslöst - das war vorher nicht der Fall“, sagte Vorstandschef Dieter Zetsche am Dienstag auf der IAA in Frankfurt. Mercedes-Benz habe aber in diesem Jahr bisher mehr Diesel-Fahrzeuge verkauft als im Vorjahreszeitraum. Man könne auch keine Trends erkennen, was die Wiederverkaufswerte der Fahrzeuge angeht. Zetsche sagte, er sehe auch erste Anzeichen, dass sich die Diskussion nach der Bundestagswahl versachlichen werde.

Sparprogramm soll nicht zulasten der Arbeitnehmer gehen

Das am Vortag angekündigte Sparprogramm bei Mercedes-Benz soll nicht zulasten der Arbeitnehmer gehen. „Wir haben keine Pläne, deshalb Arbeitsplätze in Frage zu stellen“, sagte Zetsche. In seinem Kerngeschäft will der Autokonzern die Kosten bis 2025 um 4 Milliarden Euro drücken, um Investitionen in Zukunftstechnik stemmen zu können. Bei der Senkung von Fixkosten und bei Produktivitätssteigerungen habe das Unternehmen in den vergangenen Jahren viel Erfahrung gesammelt, sagte der Vorstandschef.

Batteriezellen für Elektroautos will der Konzern vorerst nicht selbst herstellen, sondern nur selbst zu Batterien zusammensetzen. „Wir sehen in der Zelle keine sinnvolle Wertschöpfung in der heutigen Technologie“, sagte Zetsche.

Die Autoindustrie hat in den vergangenen Monaten an Vertrauen eingebüßt. Worum es im Diesel-Skandal geht, sehen Sie im Video:

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