Daimler und die Coronakrise Stuttgarter Autobauer nach starkem Quartal wieder optimistischer

Von red/dpa 

Die unerwartet schnelle Markterholung im dritten Quartal sorgt bei Daimler für Erleichterung. Der Stuttgarter Autobauer wird wohl auf ein ähnliches Ergebnis vor Steuern und Zinsen wie 2019 kommen.

Daimler kann nach den Ergebnissen des dritten Quartals wieder etwas durchatmen. Foto: dpa/Tom Weller
Daimler kann nach den Ergebnissen des dritten Quartals wieder etwas durchatmen. Foto: dpa/Tom Weller

Stuttgart - Mit einem starken dritten Quartal im Rücken traut sich der Autobauer Daimler für dieses Jahr nun wieder etwas mehr zu als bisher. Zwar werde es nicht mehr gelingen, die Absatzeinbußen in Folge der Corona-Pandemie noch aufzuholen, und auch mit dem Umsatz werde man folglich deutlich hinter 2019 zurückbleiben, teilte der Stuttgarter Konzern am Freitag mit. Dafür soll nun beim operativen Ergebnis zumindest das - wenn auch schwache, von den milliardenschweren Diesel-Altlasten geprägte - Vorjahresniveau von 4,3 Milliarden Euro erreicht werden. Bisher war Daimler davon ausgegangen, aufgrund der massiven Folgen der Coronakrise überall unter den 2019er-Werten zu bleiben.

Nachdem die Krise Daimler im zweiten Quartal noch tief in die roten Zahlen gestürzt hatte, profitierte der Konzern im dritten Quartal nach eigenen Angaben von einer unerwartet schnellen Markterholung und zudem von seinen Maßnahmen für mehr Effizienz und Kostendisziplin. „Mit diesem Schwung sind wir auf dem richtigen Weg, um unser Geschäft wetterfester zu machen“, sagte Finanzvorstand Harald Wilhelm. „Die Transformation von Daimler ist allerdings ein Langstreckenrennen. Wir halten das Tempo weiter hoch - fokussiert und mit hoher Disziplin.“

Keine großen Rückschläge erwartet

Der Konzern gehe davon aus, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den wichtigsten Märkten weiter normalisierten und es vor allem zu keinen neuerlichen Rückschlägen infolge der Pandemie komme, hieß es.

Knapp 773 000 Autos, Lastwagen und Busse konnte Daimler im dritten Quartal verkaufen, das waren acht Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Mit 40,3 Milliarden Euro lag der Umsatz um sieben Prozent unter dem des Vorjahresquartals.

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Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre ein Gewinn von 2,05 Milliarden Euro - das sind sogar 19 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Ohne den sogenannten Abzug von Minderheiten lag das Konzernergebnis bei 2,16 Milliarden Euro. Den Gewinn vor Zinsen und Steuern in Höhe von knapp 3,1 Milliarden Euro hatte Daimler schon vor einer Woche mitgeteilt.

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