Der VfB Stuttgart tritt an diesem Samstag auswärts beim Tabellenletzten 1. FC Kaiserslautern an. In unserer Gegnerinterview-Serie sprechen wir mit dem Fan und Podcaster Florian Reis.

Digital Unit: Philipp Maisel (pma)

Kaiserslautern - Der Tabellenachte gegen den Tabellenletzten, das ist die ernüchternde Wahrheit vor dem Duell der beiden Traditionsclubs. Der 1. FC Kaiserslautern empfängt den VfB Stuttgart auf dem Betzenberg. In beiden Fanlagern ist die Wehmut ob der einstigen Größe der Vereine und der aktuellen Lage groß. Noch etwas größer als bei den VfB-Fans ist sie vielleicht bei den Fans des FCK. Ihr Verein ist schon etwas länger zweitklassig und kommt in der Entwicklung nicht vom Fleck.

Vor dem Duell an diesem Samstag (13 Uhr) haben wir mit Rote-Teufel-Fan und Podcaster Florian Reis gesprochen.

Herr Reis, wie ist die aktuelle Stimmung rund um den FCK nach dem verpatzten Saisonstart?
Ich muss sagen die vom neuen Vorstand kolportierte Aufbruchsstimmung ist aufgrund der doch eher durchwachsenen Leistungen nahezu verflogen. Trotzdem: Wir haben nicht nur eine komplett neue Mannschaft und auch sonst wurde von oben bis unten durchgefegt. Das alles braucht Zeit. Das Problem im Fußball ist nur: Da hat man keine Zeit.
Jetzt kommt der VfB Stuttgart auf den Betzenberg. Ist der Respekt groß oder wittert man eher die Chance?
Nach diesem Saisonstart muss der Respekt vor dem Absteiger VfB Stuttgart groß sein. Ich als Fan muss aber sagen: Der FCK wird am Samstag schon seine Chancen bekommen, vor allem, weil sich der VfB nicht wie andere Mannschaften auf dem Betzenberg hinten rein stellen wird.
Wie würden Sie den VfB aus der Ferne charakterisieren?
Ich denke, der Vergleich zum FCK ist durchaus angebracht. Ein Traditionsverein mit ungeheurem Fan-Potenzial, was man ja jetzt auch an den Zahlen sehen kann. Auf der anderen Seite wurden auch beim VfB in den letzten Jahren sehr viele Fehler gemacht. Ständig wechselndes Personal auf den Trainer- und Managerposten, hohe Fluktuation im Kader. Das kann auf Dauer nicht gut gehen.