Peter Koch aus Leonberg räumt bei der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) ab. Hochtrabende Pläne hat der 68-Jährige nicht, ein bisschen weniger Arbeit darf es allerdings sein.

Leonberg: Marius Venturini (mv)

Peter Koch aus Leonberg ist neuer SKL-Millionär. In Mainz sicherte er sich beim Millionen-Event der Süddeutschen Klassenlotterie den Hauptgewinn von einer Million Euro. Für den glücklichen Gewinner heißt es nun: beruflich kürzer treten, die Arbeitszeit reduzieren und für die Zukunft vorsorgen. Auch einen Gourmet-Traum möchte sich der 68-Jährige zusammen mit seiner Frau erfüllen.

 

Zum SKL-Millionen-Event waren 20 per Zufallsgenerator ermittelte Losbesitzerinnen und Losbesitzer eingeladen worden. Peter Koch bescherte die Loskugel mit der Nummer 15 den Gewinn. „Das ist schon irre! Nachdem ich eigentlich mit dem Gedanken gestartet war, dass es eh nichts wird, ist die Freude jetzt umso größer“, gesteht er schmunzelnd.

SKL: Die Kugel mit der Nummer 15 brachte die Million Euro

Die Glücksnachricht teilte der Leonberger direkt nach der Ziehung mit seiner Frau, bis dahin hatte er sie noch im Dunkeln gelassen: „Über den Tag verteilt hat sie mir etliche Nachrichten geschickt, um sich zu erkundigen. Doch erst als es entschieden war, habe ich sie angerufen und gefragt: ‚Sitzt du?‘.“ Dann habe er sie mit dem Gewinn überrascht.

Drei Spielrunden galt es über den Tag hinweg zu bestehen, um im Finale zu landen. Dafür war Peter Koch mit 19 weiteren Personen nach Mainz gereist. „Insbesondere die finale Entscheidung ist jedes Mal ein absoluter Gänsehautmoment. Man spürt, wie das Glück in Sekunden das Leben verändern kann – und es erfüllt mich immer wieder mit Freude, diesen Augenblick mitzuerleben“, sagt SKL-Glückspate Jörg Pilawa.

Allein das Glück entschied, wer es jeweils in die nächste Runde schaffte. Ein abwechslungsreiches Programm, darunter ein Besuch des weltberühmten Gutenberg-Museums, der Sektkellerei Kupferberg sowie des ZDF-Stammsitzes auf dem Lerchenberg, sorgte zwischen den Spielen für Ablenkung.

Peter Koch gefiel’s: „Es war eine tolle Veranstaltung!“ Auch wenn es mit dem Schlafen nach dem Gewinn nicht so ganz klappen wollte. „Ich hab’s unterschätzt. Ich dachte, ich gehe nach dem Dinner einfach ins Bett, aber das Adrenalin war zu viel“, sagt der Leonberger, für den der Millionengewinn vor allem mehr Gelassenheit, Sicherheit und ein großes Plus an Freizeit bedeutet.

Als passionierter Architekt hat er sich ganz dem Hochbau und der Inneneinrichtung verschrieben, was allerdings mit einem großen Arbeitspensum verbunden ist. Mit der Million will der 68-Jährige jetzt kürzer treten: „Ich möchte es langsam ausplätschern lassen. Man träumt schon lange von der Vier-Tage-Woche – die Weichen dafür sind nun gestellt.“ Ansonsten werde es jedoch kaum jemandem auffallen, dass Peter Koch der neue SKL-Millionär ist. „An meinem Lebenswandel wird es niemand merken.“

Was der Leonberger mit der Million Euro vorhat

Auch große Träume hat er nicht. „Ich finde es etwas komisch, Wünsche zu haben, die nicht per se erfüllbar sind – was mache ich dann mit meinen Wünschen, wenn ich das Geld doch nicht habe?“, fragt er. Eine Sache gibt es da aber doch: Mit dem Gewinn möchte Peter Koch gerne für seine Frau und sich einen Koch zu sich nach Hause einladen – für ein exklusives Abendessen zu zweit. Obwohl sich der 68-Jährige mit guter Küche als leidenschaftlicher Hobbykoch bereits bestens auskennt.