Das Rezept der Woche Eine Gerstensuppe als Erinnerung an den Ski-Urlaub

Die dicke Gerstensuppe mit dem Bündnerfleisch oben drauf und einem Stück frischen Baguette – da kommen Erinnerungen an den letzten Schweizurlaub hoch Foto: /Weier 13 Bilder
Die dicke Gerstensuppe mit dem Bündnerfleisch oben drauf und einem Stück frischen Baguette – da kommen Erinnerungen an den letzten Schweizurlaub hoch Foto: /Weier

Wir dürfen immer weniger, vor allem aber dürfen wir nicht mehr auf die Piste. Sogar mit dem Schlitten sollen wir nicht raus, an Skifahren ist schon gar nicht zu denken. Also kochen wir uns die Schweiz einfach in der eigenen Küche herbei.

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Stuttgart - Manche Gerichte, das sagte ich an dieser Stelle bereits, brauchen im Normalfall die entsprechende Umgebung. Germknödel zum Beispiel oder eine Gerstensuppe mit Bündnerfleisch. Diese isst man für gewöhnlich beim Skifahren, was uns in diesem Winter ziemlich vermiest wurde. Nach Österreich darf man zwar, aber die Hotels dort sind zu, und zunächst muss der Skifan erst einmal zehn Tage in Quarantäne. Als Alternative bleibt nur die Schweiz, da muss man nur bei der Rückkehr in Quarantäne. Bei den Eidgenossen laufen die Lifte noch, angesichts der dauerhaften Appelle unseres Ministerpräsidenten Kretschmann, doch bitteschön daheim zu bleiben, zieht es einen doch weniger über die Grenze.

Vegane Variante mit Räuchertofu

Also holen wir uns die Schweiz einfach in die eigene Küche! Mit einem Rezept für eine Gerstensuppe, die perfekt zur Hütte passt. Ich verstehe nicht so ganz, warum wir so selten mit Gerste kochen, die sich ähnlich einsetzen lässt wie Reis, aber ein bisschen kräftiger schmeckt. Vermutlich liegt das daran, dass wir diese Suppe immer beim Skifahren konsumieren und uns deshalb den Aufwand in der eigenen Küche sparen. Das allerdings ist ein Fehler, denn diese Suppe ist derart einfach zu kochen – und schmeckt dazu noch ganz vorzüglich. Wenn man das Bündnerfleisch weglässt und den Speck, passt das Rezept sogar in den Veganuary. Und wer auf das Raucharoma steht, kann zum Beispiel Räuchertofu zur Suppe geben. Es gibt auch veganen Speck, Experten haben da längst an fleischlosen Alternativen gebastelt.

Die Zutaten für vier Personen

150 g Gerstengraupen

250 g Lauch

500 g Kartoffeln

250 g Karotten

150 g Knollensellerie

80 g Speck

1 ¼ l Gemüsebrühe

Schnittlauch

Crème fraîche

Thymian

2 Nelken

3 Wacholderbeeren

1 Knoblauchzehe

2 Lorbeerblätter

100 g Bündnerfleisch

Salz und Pfeffer

Die Zubereitung

Das Gemüse putzen, schälen und in kleine Würfel schneiden. Etwas Butter und Öl in einem Topf erhitzen und die gewürfelte Zwiebel und den Speck leicht glasig dünsten, dann die Gerstengraupen dazugeben und für zwei Minuten mit anbraten wie bei einem Risotto. Danach mit der Gemüsebrühe ablöschen, die Gewürze (am besten in einem Gewürzsäckchen) dazu geben und 20 Minuten bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Nun die Kartoffeln, Karotten und den Sellerie zur Suppe geben und weitere 20 Minuten köcheln lassen. Immer darauf achten, dass genügend Flüssigkeit im Topf ist und eventuell noch etwas ergänzen.

Wenn die Gerste weich gekocht ist (immer wieder probieren!), den kleingeschnittenen Lauch dazu geben und noch fünf Minuten mitkochen. Das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken. In einen tiefen Teller geben, mit dem klein gehackten Schnittlauch und dem in kleine Würfel geschnittenen Bündner Fleisch bestreuen und auf jeden Teller einen Klecks Crème fraîche geben. Dazu passt sehr gut frisches Baguette.

Der Kochtipp

Hobbykoch
Michael Weier ignoriert den Ratschlag, die Gestengraupen am Tag vorher in Wasser einzulegen. Einfach ein paar Minuten länger kochen – ohne Gemüse, weil das sonst zu weich wird.

Der Weintipp

Gastgeber
Michael Weier weiß, dass zu Suppen oft auf Getränke verzichtet wird, zu der dicken Gerstensuppe passt aber ein Weißburgunder vom Untertürkheimer Weingut Schwarz (16,50 Euro) aus dem Holzfass ganz hervorragend.




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