Das Rezept der Woche Aus dem Homecooking: Fischstäbchen selbst gemacht

Von Michael Weier 

Die Gastronomie hat wieder zugemacht, wir halten uns an die Empfehlungen der Kanzlerin – und bleiben zu Hause. Aus dem Homecooking verraten wir Rezepte, die den Alltag erleichtern. Heute für Menschen mit Kindern, die an diesen Fischstäbchen ihre Freude haben werden!

Bunt, frisch und extrem gut: Die Fischstäbchen muss man wirklich nicht immer aus der Abteilung der Tiefkühlkost holen. Foto: Weier 14 Bilder
Bunt, frisch und extrem gut: Die Fischstäbchen muss man wirklich nicht immer aus der Abteilung der Tiefkühlkost holen. Foto: Weier

Stuttgart - Die Kinder dürfen immerhin in die Schule. Aber das sanfte Herunterfahren des Alltagslebens trifft sie dennoch besonders hart. Ein Vater sagte mir: „Wie soll ich einem 13-Jährigen denn erklären, dass die Profis weiterhin kicken dürfen und er nicht?“ Die wirtschaftliche Bedeutung der Bundesliga-Klubs juckt einen Teenager wenig. Wenn die Kinder schon nichts mehr machen dürfen, sollten wir sie wenigstens ein bisschen verwöhnen. Zum Beispiel, in dem wir ihnen ihre Lieblingsessen kochen.

Fischstäbchen kommen bei Kindern gut an

Was eigentlich bei allen Kindern und ebenso bei meinem Sohn sehr gut ankommt, sind Fischstäbchen. Diese kriegt er allerdings nicht aus der Tiefkühltruhe, sondern frisch produziert. Das klingt nach viel Aufwand, ist es aber nicht. Erstens kann man dadurch politisch korrekten Fisch einkaufen (im Fachgeschäft beraten lassen!), der zum Beispiel mit der Leine geangelt worden ist. Zweitens schmecken diese Fischstäbchen einfach besser! Bestätigt nicht nur mein Sohn, sondern finden auch seine Freunde, die zu Besuch zum Essen waren. Und drittens: Den Kindern macht es sogar Spaß, den Fisch selbst zu panieren und dann zu braten. Das bringt definitiv Abwechslung in einen vom Lockdown arg strapazierten Alltag!

Die Zutaten für vier Personen:

600 g Kabeljaufilet

50 g Mehl

2 Eier

100 g Semmelbrösel

100 g Butterschmalz

Salz und Pfeffer

Für den Kartoffelsalat:

1 kg festkochende Kartoffeln

1 Bund Radieschen

4 EL weißer Balsamico

1 TL Senf

150 ml Gemüsebrühe

½ – 1 Bund Radieschen

5 EL Traubenkernöl

½ Bund Schnittlauch

Für den Schmand:

150 g Schmand

½ Salatgurke

frischer Meerrettich

Die Zubereitung:

Zunächst die Kartoffeln kochen (etwa 20 Minuten lang, schälen und in Scheiben schneiden. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Gemüsebrühe erhitzen, mit einem Schneebesen den Senf und den Essig darin verrühren und alles über die noch warmen Kartoffeln gießen. Die Radieschen putzen und in Scheiben schneiden, den Schnittlauch schneiden und alles zum Kartoffelsalat geben. Das Öl erst ganz zum Schluss dazu geben und alles vermischen.

Für den Schmand eben diesen in eine Schüssel geben. Die Gurke schälen, die Kerne rausschneiden und in feine Würfel schneiden. Nach Geschmack frischen Meerrettich reiben und dazu geben, mit Salz abschmecken.

Für die Fischstäbchen das Kabeljaufilet in passende Stücke schneiden, salzen und pfeffern. Mehl, Semmelbrösel und die verquirlten Eier in tiefe Teller geben. Die Stücke vom Fisch zunächst in Mehl wenden, dann in das Ei und anschließend in die Semmelbrösel. Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Fischstäbchen von allen Seiten rund fünf Minuten lang anbraten.

Der Kochtipp

Hobbykoch
Michael Weier meint: Wer Zwiebeln in seinem Kartoffelsalat mag, gerne dazu geben. Klein schneiden und in der Brühe kurz mitkochen, dann kann man den Salat auch leicht einen Tag aufheben.

Der Weintipp

Sommelière
Paula Bosch, eine Ikone unter den Weinexperten, hat mal zu einem ähnlichen Gericht einen Rotwein empfohlen. Also bringe ich in diesem Fall einen Trollinger ins Spiel: Das Weingut Wachstetter hat mit dem Trollinger Alte Reben (9,55 Euro) den deutschen Rotweinpreis gewonnen. Schön gekühlt macht der richtig Spaß.




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