Das Weihnachtsprogramm im TV Märchen und Kinoklassiker zu Weihnachten hoch im Kurs

Von red/epd 

Die Fernsehsender setzen zu Weihnachten vor allem auf leichte Unterhaltung. Ob Familienkomödie, Krimi oder Klassiker: Von allem und für alle ist was dabei.

„Sissi“ darf während der Festtage nicht fehlen. Foto: UPI
„Sissi“ darf während der Festtage nicht fehlen. Foto: UPI

Stuttgart - Märchen stehen auch an diesem Weihnachtsfest wieder hoch im Kurs: Das Erste und das ZDF verkürzen mit Märchenfilmen nicht nur an Heiligabend das Warten aufs Christkind, auch an den folgenden Feiertagen geht es um die Zauberwelt der Prinzessinnen, Prinzen, Riesen, Zwerge und fabulösen Tierwesen. Aber im Weihnachtsprogramm der großen Fernsehsender, öffentlich-rechtlich wie privat, kommen auch Krimifans und Spielfilm-Freunde zum Zug. Es gibt wieder vielgeliebte Christmas-Klassiker und Familienkomödien. Und das Besinnliche kommt nicht zu kurz.

An Heiligabend sendet das Erste eine evangelische Christvesper ab 16.15 Uhr und ab 23.30 Uhr eine katholische Christmette. Im Zweiten lässt Markus Lanz „Weihnachten in Bethlehem“ lebendig werden; ab 21.45 Uhr gibt es eine evangelische Christvesper. Einen katholischen Weihnachtsgottesdienst aus der Wallfahrtskirche in Maria Saal (Kärnten) sendet das ZDF am ersten Feiertag (10.45 Uhr). Anschließend wird der Segen „Urbi et Orbi“ des Papstes aus Rom übertragen.

Diese Klassiker dürfen nicht fehlen

Das Gros des Programms über die Festtage ist eher der leichten Unterhaltung gewidmet. Als Evergreens unter den Spielfilmen sind an Heiligabend im Ersten „Sissi“ mit Romy Schneider als junge Kaiserin von Österreich und die Gymnasiasten-Klamotte „Feuerzangenbowle“ zu sehen. Bereits am frühen Nachmittag kommt „Loriot: Weihnachten bei Hoppenstedts“ mit Opa Hoppenstedts zum geflügelten Wort avancierter kritischer Bemerkung „Früher war mehr Lametta“. „Der kleine Lord“ läuft diesmal am zweiten Feiertag im Ersten.

Das ZDF setzt - schon traditionell - auf die „Helene-Fischer-Show“ (20.15 Uhr) am ersten Weihnachtstag, während der Abend des zweiten Feiertages Schiffsreisen gewidmet ist: „Das Traumschiff“ legt um 20.15 Uhr ab, mit Ziel Hawaii; in der Serie „Kreuzfahrt ins Glück“ ist die neue Folge „Hochzeitsreise nach Piemont“ zu sehen.

Privatsender setzen auf Blockbuster

Zu den Kinoklassikern gehört in diesem Jahr die Komödie „Notting Hill“ mit Julia Roberts und Hugh Grant (1999) an Heiligabend im ZDF. Das Erste zeigt am 25. Dezember „Madame Mallory und der Duft von Curry“ (2014) mit Helen Mirren und „Nirgendwo in Afrika“ (2001), die Geschichte einer jüdischen Emigrantenfamilie in Kenia. Arte sendet am Montag den USA-Spielfilm „Sayonara“ (1957) über US-Soldaten in Japan während des Koreakriegs und am ersten Weihnachtstag Tierdokumentationen.

Die Privatsender bieten ebenfalls viel klassisches Kino, aber auch familienfreundliche Animations- und Sciencefiction-Unterhaltung: ProSieben etwa hat den „Herrn der Ringe“, „James Bond 007 - Skyfall“ und „Independence Day“ im Programm. Sat1 bringt „Kevin - Allein zu Haus“ und „Honig im Kopf“ mit Dieter Hallervorden. Bei RTL sind die Animationsfilme „Ice Age“ und „Pets“ sowie die Fantasy-Serie „Die Chroniken von Narnia“ zu sehen, aber auch ein Zusammenschnitt der „Schönsten Weihnachtsmomente“ im Film. Für Oper (Rossini: La Cenerentola) hat sich 3sat an Heiligabend entschieden.

Es wird viel ermittelt

Krimi-Begeisterte können am ersten Weihnachtstag zur Primetime eine neue Folge der „Mordkommission Istanbul“ verfolgen, diesmal führt eine ungewöhnliche Mission Kommissar Özakin nach Bangkok. Als Highlight kündigte die ARD zudem den „Tatort: Der Turm“ am zweiten Feiertag an: Unterhalb eines Frankfurter Bankenturms wird eine Leiche gefunden, und die ermittelnde Kripo-Beamtin (Margarita Broich) liegt bald bewusstlos im Aufzug des Gebäudes. Mit „Maria Wern: Tödliche Leidenschaft“ geht es an dem Abend bei der Kripo Gotland weiter.

Daneben bieten die TV-Sender rund um die Feiertage nahezu alles auf, was die Märchenfilmwelt zu bieten hat. Das Erste zeigt erst „Schneewittchen“ und „Dornröschen“, dann „Brüderchen und Schwesterchen“, „König Drosselbart“, „Rapunzel“, den neuen Film „Das Märchen von der Regentrude“ (nach Theodor Storm), schließlich „Frau Holle“, „Aschenputtel“ und - ebenfalls neu - die „Galoschen des Glücks“. Das Zweite hat etwa „Der süße Brei“ und „Die Schöne und das Biest“ im Programm.

Hier bekommen Kinder große Augen

Für Kinder und Jugendliche hält das Fernsehen ohnehin viel Unterhaltung bereit. So geht es im ZDF schon am Sonntag mit „Magische Momente: Pauls Weihnachtswunsch“ los (15.30 Uhr). Die Geschichte um Paul, der nach der Trennung seiner Eltern ungeahnte Kräfte in sich entdeckt, ist der Auftakt zu einer neuen ZDF-Weihnachtsreihe, die augenzwinkernd zeigen soll, dass Wunder wirklich geschehen können.

Als Free-TV-Premieren finden sich an Heiligabend „Petterson und Findus“ und am 26. Dezember „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“ nach einem Roman von James Krüss im ZDF. Außerdem sind am Montag die Animationsfilme „Räuber Ratte“ (Erstaustrahlung) und „Stockmann“, der Kinostreifen „Bibi & Tina - Tohuwabohu total“ und „Der Grüffelo“ zu sehen. Im Ersten widmet sich „Die Sendung mit der Maus“ an Heiligabend der Frage: „Wie kommt der Baum in die Stadt?“ Im Kinderkanal KiKa geht es vor der Bescherung um den „Verlorenen Wunschzettel“. Da dürfte das Warten nicht zu schwer fallen.