Rodeln, Schneeballschlacht, Dauerschippen – all das blieb im ersten Wintermonat in Stuttgart leider aus. Ein Blick in die Statistik der letzten Jahre zeigt, dass das im Januar in Stuttgart mittlerweile normal ist.

Wenn man dieser Tage aus dem Fenster schaut sieht es nach vielem aus, nur eben nicht nach Winter. Vereinzelt blühen Schneeglöckchen. Auch die Krokusse brauchen nicht mehr lange. Wehmütig werden Erinnerungen geteilt – daran, dass man früher im Januar mit dem Schneeschippen nicht mehr fertig geworden sei und an jedem Hügel in der Stadt gerodelt wurde wie verrückt. Buckel mit Namen wie „Todeswegle“, „Schlangenbiggele“ oder „Heslacher Wand“ zeugen von rasanten Abfahrten mitten in der Stadt. Die längste führte von der Doggenburg bis ins Feuerbacher Tal. Wer diese Erinnerungen teilt, meint damit bei weitem nicht nur die Zeiten, in denen die Holzschlitten noch Davos hießen und die Handschuhe aus Wolle waren. So ging zum Beispiel der Januar 2017 als der kälteste seit 30 Jahren in der Stadt in die Statistik ein. Auf den Pfaffenseen spielten damals amtierende Stuttgarter Bürgermeister trotz Betretungsverbots Eishockey und es lag an 20 Tagen eine wenn auch dünne Schneedecke am Schnarrenberg, der Messstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Stuttgart.