DAT-Kunstschule Böblingen feiert Endlich sind wieder Aufführungen möglich

Kinder von der DAT-Kunstschule zeigen, was sie im Workshop erarbeitet haben. Foto: Stefanie Schlecht/sts

Die DAT-Kunstschule für Dance, Art und Theatre holt das abgesagte Fest vom vergangenen Jahr nach. Kinder aller Sparten erarbeiten in Workshops eine Performance, die sie am Sonntag den Eltern und Mitschülern präsentieren.

Die Zeit der verpassten Kultur und abgesagten Feste ist nun endgültig vorbei – vorerst zumindest. Allerorten holen Bürger, Vereine und Kulturschaffende das nach, was in den vergangenen zwei Jahren der Pandemie nicht möglich war. Auch die Böblinger Kunstschule Dance-Art-Theater DAT, hat nun wieder Grund zum Feiern. Das alle zwei Jahre stattfindende DAT-Fest mit einem Workshop musste letztes Jahr coronabedingt ausfallen. Dafür wurde es am Sonntag nachgeholt.

 

Alle drei Bereiche arbeiten zusammen

Ziel dieser Veranstaltung ist es, die drei Sparten der Kunstschule zusammenzubringen. Etwa 300 Kinder besuchen die Kurse im Bereich Theater, Tanz und Bildende Kunst. Dazu kommt die Musikschule, an der mehr als 2300 Kinder und Jugendliche unterrichtet werden. Die Sparten Kunst, Tanz und Theater firmieren gemeinsam unter dem Namen DAT. Einen gemeinsamen Standort haben sie freilich nicht. Die Bildenden Künstler haben ihren Treffpunkt in der Mörike-Schule, die Theaterkinder spielen im Feierraum und die jungen Tänzer und Tänzerinnen haben ihr Domizil in der Herrenberger Straße.

„Alle zwei Jahre versuchen wir mit einem Workshop-Wochenende die Kinder der unterschiedlichen Sparten zusammenzubringen“, sagt Tobias Ballnus, einer der Theaterpädagogen der DAT. „Das sind dann unsere DAT-Botschafter. Die tragen dies in ihre Abteilungen und Gruppen hinein.“ 33 Kinder wurden für die Workshops am vergangenen Samstag von den Pädagogen dafür ausgewählt. „Das sind Kinder, die schon länger dabei sind und besonders engagiert trainieren“, sagt Ballnus. Nur einen Tag hatten sie Zeit, eine Performance zu erarbeiten, die sie dann am Sonntagnachmittag stolz den Eltern und anderen DAT-Schülern vorführten – eine Mischung aus Tanz, Pantomime und Theater mit selbstgestaltetem Equipment. Rund um diese Vorführungen gab es Aktionen für alle: beispielsweise ein Fotoshooting oder gemeinsame Spiele.

Auf dem Weg zum Vier-Sparten-Haus

Wenn die Pläne der Stadtverwaltung und des Gemeinderats umgesetzt werden, könnten die Kinder in einigen Jahren nicht nur alle zwei Jahre, sondern wesentlich häufiger gemeinsam Workshops besuchen. Denn die Stadt plant den Neubau einer Musik- und Kunstschule auf dem Schlossberg. Dort sollen alle vier Sparten – neben Tanz, Theater und Bildender Kunst also auch die Musikschule – unterkommen. Tobias Ballnus würde ein solches Haus für alle begrüßen. „Dann könnten wir viel enger zusammenarbeiten.“ Freilich wird es wohl noch einige Jahre dauern, bis diese Pläne tatsächlich umgesetzt worden sind.

Vorerst aber sind Ballnus und seine Kollegen froh, dass sie nach zwei Jahren Pandemie nun wieder normal arbeiten können und auch wieder Feste und Aufführungen möglich sind. Denn was ist Theater ohne Publikum? Auch die Kinder waren begeistert vom DAT-Fest. „Es ist toll, dass wir hier wieder auftreten können“, sagte die zehnjährige Elena – und verschwand. Ihre Freundinnen warteten schon.

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