Datenschutz So surfen Sie sicherer

Von Steffen Haubner 

Verfolger identifizieren

Auf der Seite www.sit.fraunhofer.de/de/track-your-tracker/ kann man selbst in Erfahrung bringen, welche und wie viele Tracker (siehe Haupttext) von den SIT-Experten auf bestimmten Webseiten entdeckt wurden. Unter „Tracker-Status“ gibt man dazu die Internetadresse des Webseitenanbieters an, zu dem man Informationen haben möchte.

Internet-Browser wappnen

Alle gängigen Browser bieten sogenannte „Do Not Track“-Funktionen und andere Maßnahmen zur Wahrung der Privatsphäre. In Googles Chrome sind sie zu finden unter „Einstellungen“, „Erweitert“ und „Sicherheit und Datenschutz“ „Passwörter und Formulare“. Im Firefox-Browser unter „Einstellungen“, „Datenschutz & Sicherheit“ und „Schutz vor Aktivitätenverfolgung“. Die meisten Browser lassen sich zudem mit Add-ons erweitern, die einen besseren Schutz bieten. Dazu gehört das kostenlose Ghostery für Chrome und Firefox. In Firefox führt der Weg über „Einstellungen“ und „Add-ons“. Dort das Stichwort „Tracking“ eingeben. Bei Chrome: „Einstellungen“, „Weitere Tools“, „Erweiterungen“ und „Mehr Erweiterungen herunterladen“.

Alternative Netzwerke nutzen

Virtual Private Networks wie etwa „Tunnelbear“ und „Cyberghost“ leiten den Datenverkehr über andere Server um, so dass die Identität einzelner Surfer nicht nachvollzogen werden kann. In Kauf nehmen muss man Tempoverlust. Die Dienste sind meist kostenpflichtig.

Unerkannt surfen

Über „Einstellungen“ findet sich in allen Browsern die Möglichkeit, ein „Incognito-Fenster“ oder „privates Fenster“ zu öffnen. Völlig anonym ist man auch damit nicht, doch werden weder die Chronik noch Webseiten-Markierungen gespeichert.

Soziale Netzwerke absichern

Dienste wie Facebook oder Instagram bieten unter den Stichworten „Privatsphäre“ und „Datenschutz“ zahlreiche Optionen, um Persönliches besser zu schützen. Mit einer Passwortmanager-Software kann man darüber hinaus sichere Passwörter erstellen und verwalten.

Formulare selbst ausfüllen

Formulare vom Browser automatisch ausfüllen zu lassen ist praktisch, aber nicht ungefährlich. Denn einige Webseiten verwenden versteckte Formulare, um persönliche Daten abzufischen. Die Webadresse kann dann von ihnen dazu benutzt werden, den Weg durch das Netz nachzuvollziehen.

Gespeicherte Daten schützen

Speicherdienste im Netz bergen Risiken. Besser geschützt ist man mit einem privaten NAS-Laufwerk, auf das man von unterwegs zugreifen kann. Möchte man dennoch Google Drive & Co. verwenden, helfen Verschlüsselungsdienste wie Boxcryptor (www.boxcryptor.com/de/).

Sichere Suchmaschinen

Suchmaschinen wie Qwant (www.qwant.com) oder Duck Duck Go (https://duckduckgo.com) speichern im Gegensatz zu Google keine Daten.