Datenschutz-Skandal Facebook vor einem Milliardenvergleich

Von red/dpa 

Facebook ist offenbar bereit, rund fünf Milliarden Dollar wegen Datenschutzverstößen zu bezahlen. Das Geld ist als Vergleich im Cambridge-Analytica-Skandal festgelegt worden.

Facebook muss wegen eines Datenskandals tief in die Tasche greifen. Foto: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa
Facebook muss wegen eines Datenskandals tief in die Tasche greifen. Foto: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

New York - Nach mehr als einjährigen Ermittlungen gegen Facebook wegen Datenschutzverstößen hat die US-Handelsbehörde FTC einem Medienbericht zufolge einem milliardenschweren Vergleich mit dem Online-Riesen zugestimmt. Die fünf leitenden Vertreter der Kommission hätten in dieser Woche mit drei zu zwei Stimmen für eine Zahlung von rund fünf Milliarden Dollar (4,4 Mrd Euro) votiert, schrieb das „Wall Street Journal“ am Freitag unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Die FTC und Facebook lehnten einen Kommentar ab.

Facebook hatte sich bereits auf eine Strafe eingestellt und im April mitgeteilt, dass diese sich auf fünf Milliarden Dollar belaufen könnte. Die FTC hatte im Zuge des Cambridge-Analytica-Skandals vor über einem Jahr eine Ermittlung eingeleitet. Die Datenanalyse-Firma, die im US-Wahlkampf auch für den späteren Präsidenten Donald Trump arbeitete, hatte Daten von Millionen von Nutzern bei Facebook abgreifen können. Seit der Affäre ist der Internetkonzern durch weitere Datenschutzverstöße noch tiefer in die Kritik geraten.