InterviewDavid Graeber über „Bullshit-Jobs“ „Die Hälfte aller Arbeit ist unnötig“

Von Yannik Buhl 

Leben wir in einer Welt voller sinnloser Tätigkeiten? Das g laubt jedenfalls der amerikanische Wissenschaftler und linke Intellektuelle David Graeber. In seinem neuen Buch „Bullshit Jobs“ kritisiert er Großkonzerne und schlägt Lösungen für eine glücklichere Gesellschaft vor.

Der amerikanische Wissenschaftler David Graeber setzt sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein. Foto: Annette Hauschild, Berlin/Klett-Cotta
Der amerikanische Wissenschaftler David Graeber setzt sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein. Foto: Annette Hauschild, Berlin/Klett-Cotta

Stuttgart - Im Jahr 2013 schrieb David Graeber ein Essay für ein linkes Internet-Magazin, Titel: „Das Phänomen Bullshit-Jobs.“ Darin äußerte er die Vermutung, dass viele Menschen sinnlose Arbeit tun – und sich dessen auch bewusst sind. Von überall auf der Welt bekam Graeber Zustimmung. Nun hat er ein Buch geschrieben, in dem er die Abwertung ehrlicher Arbeit beklagt.