Ernst Klett AG in Stuttgart Vorstand erhält Familienzuwachs

Von Daniel Gräfe 

Aus drei mach fünf: Die Klett-Gruppe erweitert ihren Vorstand und greift dabei auch auf die eigenen Talente in der Familie zurück. Grund ist das gewaltige Wachstum der Ernst Klett AG.

David Klett zählt ab 1. März zum Vorstand der Stuttgarter Klett-Gruppe. David Klett ist Sohn des Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Klett. Foto: Ernst Klett AG
David Klett zählt ab 1. März zum Vorstand der Stuttgarter Klett-Gruppe. David Klett ist Sohn des Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Klett. Foto: Ernst Klett AG

Stuttgart - Die Stuttgarter Klett-Gruppe beruft zum 1. März David Klett und Christian Döttinger in den Vorstand. David Klett (42) verantwortet derzeit wesentliche Bereiche der Fachinformations- und Bildungsverlage der Klett AG. Döttinger (47) ist für den Geschäftsbereich der Kindertagesstätten und Schulen der Klett-Gruppe verantwortlich. Beide sollen auch im Vorstand weiterhin ihre Bereiche führen, teilte die Ernst Klett AG am Donnerstag mit. Der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Klett begründete die Vorstandserweiterung mit dem starken Wachstum der Gruppe in den vergangenen Jahren: „Die Geschäftsbereiche haben sich weiter ausdifferenziert. Mit den positiven Entwicklungen der Gruppe ist die Erweiterung unseres Vorstandes ein bewusster Schritt hin zu mehr Führungsbreite.“

Im Vorstand sitzen jetzt fünf Männer

Damit wächst der Vorstand von drei auf fünf Personen – alles Männer. Tilo Knoche und Lothar Kleiner führen seit 2015 bzw. 2016 mit die Geschäfte. Dienstältester ist Vorstandssprecher Philipp Haußmann, der seit 2007 im Vorstand ist. Haußmann ist Neffe und Patensohn von Michael Klett, der bis 2009 das Tagesgeschäft der Klett-Gruppe mehrere Jahrzehnte lang geprägt hatte. Mit Michael Kletts Sohn David wird der Vorstand mit einem weiteren Familienmitglied verstärkt.

Die Klett-Gruppe expandiert seit vielen Jahren und stellt sich auch durch Zukäufe als europäisches Bildungshaus auf. Zuletzt erwarb man unter anderem die Titel von Langenscheidt. 2018 lag der Umsatz bei 750 Millionen Euro – ein Wachstum von 23 Prozent im Vorjahresvergleich. Ende 2018 zählte man mehr als 6600 Mitarbeiter. Gut die Hälfte des Umsatzes machten die Verlage für Bildungsmedien aus, zu denen auch der Ernst Klett Verlag und der Raabe-Verlag zählen. Gut ein Fünftel des Umsatzes entfielen je auf die Geschäftsbereiche Erwachsenen- und Weiterbildung sowie Kindertagesstätten und Schulen.