Dax dreht ins Plus Hoffen auf Griechenland

Von dpa 

Trotz der Abstufung der Kreditwürdigkeit Italiens: Deutscher Aktienmarkt dreht ins Plus.

Frankfurt/Main - Trotz der Abstufung der Kreditwürdigkeit Italiens durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag nach einem schwächeren Handelsstart zuletzt ins Plus gedreht. Börsianer sprachen von der Hoffnung, dass bei einer neuerlichen Telefonkonferenz zwischen dem griechischen Finanzminister Evangelos Venizelos mit den Experten von EU, EZB und IWF am Abend doch Fortschritte bei der Lösung der Schuldenkrise erzielt werden könnten.

Der Dax legte um 1,43 Prozent auf 5494 Punkte zu. Der MDax gewann 0,91 Prozent auf 8800 Punkte, der TecDax stieg um 0,65 Prozent auf 694 Punkte.

Telefonkonferenz der "Troika" geht schnell zu Ende

Am Vorabend war eine erste Telefonkonferenz der sogenannten „Troika“ mit dem griechischen Finanzminister unerwartet schnell zu Ende gegangen. Die griechische Seite hatte von „substanziellen und produktiven Gesprächen“ gesprochen, von Seiten der Troika hatte es indes keinerlei Mitteilung gegeben.

Unter den Einzelwerten standen einmal mehr die Finanzwerte im Fokus. Für die Aktien der Deutschen Bank ging es angesichts der neuen Hoffnung in der Schuldenkrise um 1,36 Prozent auf 24,29 Prozent nach oben. Commerzbank-Papiere verteuerten sich um knapp anderthalb Prozent. Klar besser als der Markt schlugen sich die am Vortag noch stark unter Druck geratenen Versorgerwerte. RWE legten an der Dax-Spitze um 3,68 Prozent zu, Eon machten 3,33 Prozent gut.

Börsianer führten dies unter anderem auf einen Medienbericht zurück, wonach das Hamburger Finanzgericht die zu Jahresbeginn eingeführte Brennelementesteuer ausgesetzt hat. Bereits am Vortag war bekannt geworden, dass das Gericht erhebliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der Steuer hat.