Schober-Areal DB Regio Tec zieht von Kornwestheim nach Hirschlanden

Das Unternehmen in Ditzingen. Foto: Simon Granville

DB Regio Tec fertigt die Fahrzeuge und Vorrichtungen, die beispielsweise zur Versorgung von Zügen mit Frischwasser und der Entleerung der Zugtoiletten dienen. Das Unternehmen baut dieser Tage seinen neuen Standort in Ditzingen auf. Der Umzug des Unternehmens war nicht freiwillig.

Ludwigsburg: Franziska Kleiner (fk)

Das weithin sichtbare Firmenschild von Schober prangte schon eine ganze Weile nicht mehr am Gebäude am Ortseingang des Ditzinger Teilorts Hirschlanden. Statt dessen hängt dort weithin sichtbar das Logo der Deutschen Bahn. Denn dort zieht das Unternehmen Regio Tec ein. Nach Angaben der Stadt gehört das Gebäude inzwischen einem Investor. DB Regio Tec wird als Mieter einen Teil des Gebäudes belegen. Laut einem Sprecher der Deutschen Bahn werden dort rund hundert Mitarbeiter einziehen. Sie verlagern ihren Arbeitsplatz von Kornwestheim.

 

Als Teil der DB Regio AG entwickelt und fertigt die Regio Tec nach eigenen Angaben Sonderanlagen, um die Verfügbarkeit von Zügen und der Verkehrsinfrastruktur sicherzustellen. Unter dem Namen „Sondergerätewerkstatt (SGW) Stuttgart“ habe man eine langjährige Expertise aufbauen können. Seit 2017 firmiert das Unternehmen unter dem Namen DB Regio Tec und fertigt die Fahrzeuge und Vorrichtungen, die beispielsweise zur Versorgung von Zügen mit Frischwasser und der Entleerung der Zugtoiletten dienen. Wie es weiterhin mitteilt, stellt es sein Portfolio neben der Deutschen Bahn auch anderen nationalen und internationalen Verkehrsunternehmen zur Verfügung. Laut ihrem Sprecher habe die DB Regio Tec „seit dem 1. September mit dem Umzug nach Ditzingen-Hirschlanden begonnen“. Weil der Flächenbedarf gestiegen sei, sei die Verlagerung von Kornwestheim nach Ditzingen erfolgt.

Ulrich Bahmer freut sich darüber, dass der ehemalige Sitz von Schober wieder genutzt wird. Foto: Stadt Ditzingen

Der Umschlagbahnhof Kornwestheim wird derzeit erweitert. Ziel ist es nach Unternehmensangaben, die Kapazitäten für die steigende Nachfrage nach Containerumschlägen und für den hohen Zwischenabstellbedarf von Containern des maritimen Verkehrs zu erweitern.

Zufriedene Gesichter im Rathaus

Im Rathaus nimmt man die Entwicklung am Ortseingang von Hirschlanden gerne zur Kenntnis. „Wir sind froh“, sagt Bürgermeister Ulrich Bahmer. „Das entspricht unseren Vorstellungen.“ Mit einem Bebauungsplan hatte die der Gemeinderat seine Nutzungsvorstellungen kundgetan. Die Fläche sollte für Produktion oder Dienstleistung zur Verfügung stehen, ein Logistikunternehmen sollte ausgeschlossen werden.

Noch sei nicht das gesamte Gebäude vermietet, sagt Bahmer, der gleichwohl zufrieden ist, dass das Gebäude nach längerer Zeit des Leerstands – wenn auch zunächst in Teilbereichen – nun wieder genutzt wird. Viele Jahre war das Gebäude Sitz von Schober, der nach eigenen Angaben der Geschäftswelt Zugang „zur größten und aktuellsten Adressdatenbank Deutschlands“ bietet. Der Adresshändler beschäftigte laut Bahmer in Spitzenzeiten rund 600 Mitarbeiter. Heute ist er noch in Stuttgart präsent.

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