Debatte um Rundfunkgebühren ARD und ZDF unter Druck

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Die für die Finanzen der Rundfunkanstalten zuständige Kommission ist für den Bürger ärgerlich: er zahlt nämlich mehr als er müsste.

Heinz Fischer-Heidlberger, der Chef der Gebührenkommission mit dem neuen Bericht. Foto: dpa
Heinz Fischer-Heidlberger, der Chef der Gebührenkommission mit dem neuen Bericht. Foto: dpa

Berlin - Ob die 16 Sachverständigen der „Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten“ Freude an ihrer Arbeit haben? Alle zwei Jahre legen sie ein Gutachten vor, das zusammenfasst, wie viel Geld die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten für ihre Arbeit benötigen. Alle zwei Jahre stellen sie fest, dass die Bürger mit der Gesamtsumme von rund 8 Milliarden Euro mehr zahlen, als ARD und ZDF eigentlich bräuchten – weswegen sie der Politik dann Beitragssenkungen empfehlen. Und alle zwei Jahre entscheiden die politisch zuständigen Bundesländer anders, weil sie in der Medienpolitik eben keineswegs nur an die Bürger denken, sondern ihre jeweiligen Länder-Interessen im Sinn haben.

Ob der aktuelle Rundfunkbeitrag verändert werden soll, ist frühestens in zwei Jahren neu zu entscheiden. Aber auch so enthält der 21. KEF-Bericht für den Bürger ärgerliche Details: Bis 2020 werden aus den monatlichen Zwangs-Einzahlungen von 17,50 Euro pro Haushalt in der Gesamtsumme neue Überschüsse von 544,5 Millionen Euro auflaufen – Geld, auf das ARD und ZDF eigentlich keinen Anspruch haben und das trotzdem für sie auf entsprechenden Sperrkonten wartet. Eines ist sicher: Die Liebe der Deutschen zum viel geschmähten Zwangsbeitrag für die Öffentlich-Rechtlichen wird so nicht wachsen.




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