Sie wollen die Grillwurst revolutionieren. Zwei Existenzgründer aus Deckenpfronn werben bei der Castingshow „Die Höhle der Löwen“ im Fernsehen um Geld von Investoren.

Deckenpfronn - Wenn der 3000-Seeelen-Ort Deckenpfronn künftig bundesweit bekannt ist, dann liegt das vermutlich an zwei jungen Männern aus dem Dorf, die vor zwei Jahren dort in der Waschküche der Großmutter ihre Karriere begonnen haben. Mittlerweile sind die Jungunternehmer Michael Ziegler und Manuel Stöffler mit ihrer fettarmen Grillwurst so erfolgreich, dass sie es bis ins Fernsehen geschafft haben. Am Dienstagabend sind sie in der Existenzgründershow „Die Höhle der Löwen“ zu sehen. Dort werben sie bei knallharten Investoren um 100 000 Euro für ihre Wurstrevolution.

Herr Ziegler, spannen Sie uns nicht auf die Folter. Bekommen Sie Ihre 100 000 Euro?
Das darf ich Ihnen nicht verraten. Wir sind vom Sender zum Stillschweigen verpflichtet. Schließlich soll die Spannung erhalten bleiben.
Offenbar rechnen Sie aber nicht damit, sich zu blamieren.
Die Angst war im Vorfeld natürlich schon da. Aber ich denke nun, nach den Dreharbeiten, dass man uns nicht vorführt. Und wir waren gut vorbereitet.
Worum geht es konkret in der Sendung? Erzählen Sie das unseren Lesern.
Existenzgründer, die expandieren möchten, werben bei bekannten Investoren für ihre Geschäftsidee um Geld oder um eine Beteiligung. Zur Jury gehören so bekannte Personen wie der Eventmanager Jochen Schweizer, die Teleshopping-Queen Judith Williams und der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer. Die prüfen die Kandidaten genauestens, wollen Zahlen, Fakten und einen Businessplan. Die fragen knallhart nach. Auf alle Fragen kann man sich gar nicht vorbereiten.
Wie haben Sie denn ihre Wurst-Idee angepriesen?
Wir sehen uns als Wurstrevolutionäre. Wir haben Grillwürste entwickelt, die zu 100 Prozent aus natürlichen Zutaten bestehen, aber kaum Fett haben. Zudem haben wir nun einen eiweißreichen, fettarmen Landjäger im Angebot als Alternative zu Eiweiß-Shakes und Eiweißriegel.
Wo kann man Ihre Wurst kaufen?
Wir haben einen Onlineshop. Und von Dienstag an gibt es die Grillwürste auch in 500 Edeka- und Rewe-Märkten. Die Landjäger vertreiben wir über Fitness-Studios. Die sind der Renner in der Fitness-Szene.
Wo produzieren Sie die Würste?
Mittlerweile bei der Metzgergenossenschaft Stuttgart. In der vergangenen Woche haben wir 100 000 Landjäger produziert.
Das heißt, Sie können bereits vom Verkauf ihrer Produkte leben?
Im Moment investieren wir viel ins Marketing. Wir haben bereits 15 Mitarbeiter, stellen jetzt weitere an. Wir rechnen für Mitte kommenden Jahres mit der Landung in der Gewinnzone.