Defektes Wasserrohr in Schafhausen Das steckt hinter der improvisierten Ampel am Dätzinger Ortsende

Vielbefahrene Kreuzung zwischen Grafenau und Schafhausen: Ab Montag, 16. März, soll dort eine vorübergehende Ampelregelung in Betrieb gehen. Foto: Langner

Bei der T-Kreuzung am Dätzinger Ortsende hoffen Autofahrer schon lange auf eine Ampelregelung. Diese kommt jetzt – allerdings aus anderen Gründen als gedacht.

Böblingen: Edmund Langner (edi)

Zu breit oder zu blöd – fragt man genervte Autofahrer, warum die T-Kreuzung am Ortsende von Dätzingen manchmal so ein Flaschenhals ist, bekommt man vermutlich eine dieser beiden Erklärungen. Also entweder blockieren breite Fahrzeuge wie Busse oder Laster die Rechtsabbiegespur – oder es ist die Kategorie der – nun ja – nicht ganz so gut mitdenkenden Menschen. Konkret geht es um Linksabbieger in Richtung Weil der Stadt, die dabei beide Fahrspuren blockieren und so insbesondere zu den Stoßzeiten den ganzen Verkehr hinter sich aufhalten.

 

Defekte Wasserleitung wird saniert

Die gute Nachricht: Eine Ampel wird dieses Problem demnächst beheben. Die schlechte Nachricht: Es handelt sich nur um ein Provisorium, veranlasst durch die Verwaltung in Weil der Stadt. „Hintergrund sind Sanierungsarbeiten an einer Wasserleitung in der Ortsdurchfahrt Schafhausen“, erklärt ein Pressesprecher des Landratsamts. Dort, wo die Althengstetter Straße ( L 1189) auf die Dätzinger Straße (L 1182) trifft, muss ein defektes Durchflussventil (Drossel) ausgetauscht werden. Die Althengstetter Straße muss dafür gesperrt werden.

Das bereits aufgebaute Ampel-Provisorium mit Metallstangen auf Betonsockeln und gelben Stromkabeln, die zur Wiesengrundhalle führen, soll während der Bauarbeiten dafür sorgen, die Verzögerungen im Busverkehr möglichst gering zu halten. Wie die Straßenverkehrsbehörde auf dem Landratsamt in Böblingen mitteilt, wird die Ampel an der viel befahrenen Kreuzung Döffinger Straße/Dätzinger Straße voraussichtlich von Montag, 16. März, bis zum Dienstag, 2. April, in Betrieb sein.

Knackpunkt Abbiegespur: Wer hier zu weit mittig steht, bremst zu Stoßzeiten auch sämtliche Rechtsabbieger aus. Foto: Langner

Schnittstelle von drei Landkreisen

Die Hoffnung auf eine dauerhafte Verbesserung an diesem neuralgischen Verkehrsknotenpunkt erfüllt sich damit also zumindest bis auf Weiteres nicht. Dabei hatte das Regierungspräsidium Stuttgart im vergangenen Sommer die testweise Einführung einer Ampelschaltung für diese Kreuzung angekündigt, an der zwei Landesstraßen und damit der Pendlerverkehr aus drei Landkreisen – Calw, Böblingen und Enzkreis – aufeinandertreffen.

Wann diese Testphase kommen wird, ist weiter unklar. Aber wer weiß? Möglicherweise liefern ja die kommenden Wochen mit der improvisierten Baustellenampel einige Anhaltspunkte für das weitere Vorgehen.

Weitere Themen