Degerloch Die Taskforce

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Die Freiwillige Feuerwehr Degerloch-Hoffeld hat die Sonderaufgabe Kommunikation übernommen. Nun sind sie im Ernstfall die Degerlocher Taskforce.

Die Freiwillige Feuerwehr Degerloch-Hoffeld hat Anfang des Jahres die Sonderaufgabe Kommunikation übernommen. Foto: Archiv Rüdiger Ott
Die Freiwillige Feuerwehr Degerloch-Hoffeld hat Anfang des Jahres die Sonderaufgabe Kommunikation übernommen. Foto: Archiv Rüdiger Ott

Degerloch - Ihr erster Einsatz war brandheiß. Beim so genannten schwarzen Donnerstag im September 2010, als die Situation bei der Stuttgart-21-Demontration im Schlossgarten eskaliert ist, wurde die Freiwillige Feuerwehr aus Degerloch-Hoffeld gerufen. Nicht, weil es etwas zu löschen gab, sondern weil sie dem Krisenstab im Bad Cannstatter Feuerwehrhaus angehörte – als Spezialisten für Kommunikation.

Über ein Jahr arbeiten 20 der 61 aktiven Degerlocher Feuerwehrler bereits in der Abteilung Kommunikation mit. Im Januar dieses Jahres wurde die Abteilung aufgelöst und deren Tätigkeit offiziell auf die Degerlocher Kameraden übertragen.

Bei schlimmen Unfällen und anderen besonderen Ereignissen wird nun die Degerlocher Taskforce zu Einsätzen im Stadtgebiet gerufen. „Wir unterstützen vor Ort die Einsatzleitung, sind im Kontakt mit der Leitstelle, sorgen für Ablösung oder Essen und Trinken für die Feuerwehrleute“, erklärt Althoff die Aufgaben. Vier Mann rücken jeweils mit dem Einsatzleitwagen aus.

Eine hochwertige Aufgabe geholt

Mit dem neuen Job haben die Feuerwehrleute auch diesen speziell ausgestatteten Wagen bekommen, der mit allerlei Kommunikationstechnik ausgestattet ist. Er steht nun im Feuerwehrhaus an der Leinfeldener Straße. „Wir haben eine hochwertige Aufgabe zu uns geholt“, berichtete Abteilungskommandant Frank Althoff den Räten in der vergangenen Bezirksbeiratssitzung stolz.

Die normalen Aufgaben im Einsatzgebiet rund um Degerloch kommen trotz der neuen Aufgabe nicht zu kurz. Rund 100 Einsätze haben die Kameraden im Jahr, bei denen sie Hand in Hand mit den Kollegen der Berufsfeuerwehr arbeiten. Und das wird nach Meinung von Althoff auch so weitergehen. Denn „Nachwuchsprobleme haben wir nicht“.

Die meisten Austritte aus der Jugendfeuerwehr verzeichne man in Degerloch aufgrund von Übertritten in die aktive Feuerwehr. Und auch auf die Zahl der Erwachsenen ist Althoff stolz. „Als ich die Stelle als Kommandant übernahm, waren es 41 Mitglieder inklusive Karteileichen.“ Heute seien es 51 Männer und zehn Frauen – ohne Karteileichen.

Dass die Mannschaft so gut aufgestellt ist, bewegte Althoff vor gut zwei Jahren schließlich, nach einer Sonderaufgabe zu bitten. Mehr als ein Jahr lang lernten die Degerlocher vom alten Kommunikations-Team. „Bis wir der Meinung waren, dass wir es können“, sagt Althoff. Die Feuerprobe am schwarzen Donnerstag im Schlossgarten ist jedenfalls gleich geglückt.

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