Dehoga-Neujahrsempfang Nur der Feinstaubalarm trübt die Feierlaune

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Die Gastronomen haben auf ihrem Neujahrsempfang auf ein positives Jahr 2016 zurück geblickt. Allerdings machen sie sich Sorgen wegen der Negativschlagzeilen über Feinstaub und Staus in Stuttgart.

Leckereien dürfen nicht fehlen auf dem  Neujahrsempfang des Dehoga. Doch es gab auch Ernstes zu besprechen. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Leckereien dürfen nicht fehlen auf dem Neujahrsempfang des Dehoga. Doch es gab auch Ernstes zu besprechen. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Die Gastronomen und Hotelbetreiber der Stadt haben am Montag im Hotel Le Méridien auf ein gutes zurückliegendes Jahr angestoßen. Noch liegen erst die Zahlen bis November vor, aber der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) geht davon aus, dass 2016 deutlich mehr als 3,6 Millionen Gäste in Stuttgart übernachtet haben. Das sind knapp vier Prozent mehr als im Vorjahr. Die Bettenauslastung lag erneut bei mehr als 50 Prozent. „Das ist ein sehr ordentlicher Wert, vor allem wenn man die enorm gewachsenen Kapazitäten berücksichtigt“, sagte der Vorsitzende der hiesigen Dehoga-Kreisstelle, Markus Hofherr, auf dem Neujahrsempfang.

Schlagzeilen übedr Feinstaub stören die Wirte

Die Fortsetzung der positiven Entwicklung sei aber keine Selbstverständlichkeit. Im Gegenteil: das „hässliche“ Wort Feinstaubalarm und die ständigen Schlagzeilen über Staus seien dem Image der grünen Großstadt „nicht angemessen“. Hofherr mahnte einen kulanten Umgang mit Touristen ohne grüne Plakette auf dem Auto an, er forderte ein Fußgänger-Leitsystem entlang der Baustellen am Bahnhof sowie ein Kongresszentrum in zentraler Lage.

Oper und Architektur festigen Ruf Stuttgarts

Das würde auch der Erste Bürgermeister Michael Föll gerne bauen – so wie ein Konzerthaus und ein neues Linden-Museum. „Die Ideensammlung ist groß genug“, sagte er. In diesem Jahr müssten Grundsatzentscheidungen gefällt werden, damit die Ideen konkret umgesetzt werden könnten. Für die Gastrobranche erwartet Föll Bestes: „Ich bin sicher, dass wir 2018 bei den Übernachtungen die Vier-Millionen-Grenze überspringen werden.“ So eingestimmt schmeckten die feinen Häppchen gleich viel besser.

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