Delikatessen Ein Hauch von Frankreich am Hölderlinplatz

Katharina Eberle ist seit November stolze Ladenbesitzerin. Foto:  
Katharina Eberle ist seit November stolze Ladenbesitzerin. Foto:  

In ihrem kleinen Laden namens Chez Ginette verkauft Katharina Eberle seit November französische Feinkost. Von Marmelade bis hin zu Wein und Käse.

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S-West - Seit Mitte November steht Katharina Eberle in ihrem kleinen Laden im Stuttgarter Westen. Sie ist umgeben von französischen Delikatessen. Von Käse aus dem Elsass, von Keksen aus der Bretagne, Limonaden-Flaschen, Wein, Pasteten und Marmelade. Fünf Jahre lang hat Katharina Eberle eine Hotelfachschule in der Schweiz besucht. Dass sie sich aber lieber mit einem eigenen kleinen Laden selbstständig machen möchte, war der 27-Jährigen schon lange klar. Weshalb ist es ein französischer Feinkostladen mit Namen Chez Ginette geworden ist? „Meine halbe Familie stammt aus Frankreich, aus Lyon und Paris. Ich habe deshalb viel Zeit dort verbracht.“

Harte Schule

Auch während ihrer Ausbildung hat sie ein Praktikum in Lyon bei einem Sternekoch absolviert. „Eine harte Schule“, wie sie sagt. In der Küche eines solchen Kochs herrsche ein rauer Ton; die Arbeit sei körperlich extrem anstrengend. Auch wenn sie sich selbst als leidenschaftliche Köchin bezeichnet: Eine reine Gastronomie zu eröffnen konnte sie sich nicht vorstellen. Das Chez Ginette ist nun ein guter Mittelweg zwischen Laden und kleinem französischem Bistro.

An Frankreich schätzt sie die Vielfalt der Produkte. „Allein die Auswahl an Käse ist unglaublich“, sagt sie. Das Essen werde in Frankreich regelrecht zelebriert: „Man sitzt stundenlang am Tisch, trinkt Wein und genießt das gute Essen.“ Neben den Feinkost-Produkten verkauft Katharina Eberle Backwaren wie Croissants und Baguettes, es gibt Quiche und besonders beliebt: Macarons. In einer kleinen Sitzecke können die Besucher Platz nehmen. Auch Geschirr und Dekorations-Artikel gibt es im Chez Ginette. „Alles rund ums Thema Küche und Essen.“

Die Artikel bezieht die Ladenbesitzerin bei kleinen Lieferanten, Erzeugern und Familienunternehmen in Frankreich. Ihre Familie vor Ort hilft ihr, den Kontakt herzustellen. Manchmal fährt sie selbst dorthin, um Nachschub zu besorgen, bei Käsereien oder Weingütern. Der persönliche Kontakt sei wichtig, zu Kunden genauso wie zu den Lieferanten.

Glücklich mit Pasteten

Die Räume, in denen sie ihren Laden eröffnet hat, haben zuvor ihrem Vater gehört. Er hat sie als Lager für sein Geschäft – aus einer ganz anderen Branche – am Hölderlinplatz verwendet. „Das war die Chance für mich, den Laden zu starten.“ Ein Glücksfall, vor allem weil sie die Nähe zum Hölderlinplatz schätzt. Es hat Monate gedauert, bis das Lager so renoviert und hergerichtet war, dass Chez Ginette eröffnen konnte. Geholfen hat ihr dabei ihr Freund, der auch ab und zu im Laden aushilft.

Vom schönen Sommer haben die beiden im vergangenen Jahr also nicht besonders viel mitbekommen. Bei Temperaturen um die 30 Grad ist vor allem gezimmert und geputzt worden. Doch die Mühe hat sich gelohnt: Inzwischen habe sich ihr Geschäft herumgesprochen, vor allem die Käsetheke erfreut sich großer Beliebtheit fürs Frühstück am Samstagmorgen. Und sie selbst? „Ich bin glücklich mit den Pasteten und dem Käse.“




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