Demo auf der B 14 in Stuttgart Aufbruch Stuttgart veranstaltet Sit-in auf der B 14

Von Thomas Braun 

Zum zweiten Mal innerhalb von zwölf Monaten nutzt der Verein Aufbruch Stuttgart die B 14 als Bühne, um auf seine Anliegen aufmerksam zu machen.

TV-Moderator Wieland Backes (rechts) und Opern-Pressesprecher Thomas Koch haben die Sitzprobe schon hinter sich gebracht. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
TV-Moderator Wieland Backes (rechts) und Opern-Pressesprecher Thomas Koch haben die Sitzprobe schon hinter sich gebracht. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Die Bürgerinitiative Aufbruch Stuttgart will erneut mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion auf ihr Engagement für ein attraktives Kulturquartier und eine verkehrsberuhigte Zone in der Stuttgarter City aufmerksam machen. Für Sonntag, 8. Juli, lädt der Verein um den TV-Moderator Wieland Backes ab 10 Uhr unter dem Motto „1000 Stühle“ zu einer Art Sit-in auf der Bundesstraße 14 in Höhe Staatsgalerie ein.

Die Teilnehmer sind aufgefordert, einen Stuhl mitzubringen und es sich auf der ­B 14 gemütlich zu machen. Wer keinen Stuhl dabeihat, kann sich vor Ort für zehn Euro Pfand eine Sitzgelegenheit leihen. Die Aktion ist mit der Stadt abgesprochen, die Versammlung ist angemeldet.

Verhältnis zwischen Rathaus und Bürgerinitiative mittlerweile etwas abgekühlt

Zum Auftakt der Demonstration spielt die FESSH-Jazzband, anschließend singt der Elvis-Interpret Nils Strassburg Songs des King of Rock ’n’ Roll, darunter den Titel „It’s now or never“. Schon zum zweiten Mal nutzt der Aufbruch Stuttgart die B 14 als Demonstrationsbühne, um auf seine Anliegen aufmerksam zu machen: Im ­vergangenen September waren bei der Erstauflage der Veranstaltung etwa 2000 Teilnehmer dabei. OB Fritz Kuhn (Grüne) hatte seinerzeit den Teilnehmern ver­sprochen, sich um die Lösung der Verkehrsprobleme zu bemühen. Mittlerweile ist das Verhältnis zwischen dem Verein und der Rathausspitze etwas abgekühlt. Der Grund: Backes und seine Mitstreiter haben einen Opernneubau an der Stelle des Königin-Katharina-Stifts propagiert, der OB und die Gemeinderatsmehrheit lehnen das ab.

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