Demo in Berlin Initiator aus Stuttgart fordert Aufhebung der Corona-Gesetze

Von red/rtr/dpa/jbr 

Michael Ballweg von der Stuttgarter Initiative Querdenken fordert die Aufhebung aller zum Schutz vor dem Coronavirus erlassenen Gesetze. Am Rande der meist friedlichen Proteste kommt es zu vereinzelten Zusammenstößen mit der Polizei.

An der Siegessäule in Berlin haben Zehntausende Menschen gegen die staatlichen Corona-Schutzauflagen demonstriert. Foto: dpa/Kay Nietfeld 8 Bilder
An der Siegessäule in Berlin haben Zehntausende Menschen gegen die staatlichen Corona-Schutzauflagen demonstriert. Foto: dpa/Kay Nietfeld

Berlin - Mehrere Zehntausend Menschen haben an der Siegessäule in Berlin gegen die staatlichen Corona-Schutzauflagen demonstriert. Bei der Großkundgebung am Samstag forderte der Initiator Michael Ballweg von der Stuttgarter Initiative Querdenken die Aufhebung aller zum Schutz vor dem Virus erlassenen Gesetze sowie die sofortige Abdankung der Bundesregierung. Dafür bekam er großen Beifall. Zugleich dankte Ballweg der Berliner Polizei, „die uns ermöglichte, hier friedlich zu demonstrieren“.

Der US-Rechtsanwalt, Umweltaktivist und Impfgegner Robert Francis Kennedy junior, Neffe des US-Präsidenten John F. Kennedy, wandte sich in seinem Redebeitrag gegen den Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes, warnte vor einem Überwachungsstaat und attackierte in diesem Zusammenhang unter anderem Microsoft-Gründer Bill Gates. Unter Verweis auf den berühmten Berlin-Besuch des US-Präsidenten Kennedy im Juni 1963 sagte er, sein Onkel sei damals nach Berlin gekommen, weil in der Stadt die Front gegen Totalitarismus verlaufen sei. „Heute ist Berlin wieder die Front gegen Totalitarismus“, fügte er an.

Am Rande der überwiegend friedlichen Proteste kam es zu vereinzelten Zusammenstößen mit der Polizei. Beamte wurden mit Steinen und Flaschen beworfen, mehrere Menschen wurden festgenommen. Auch Pfefferspray kam zum Einsatz, wie die Polizei weiter mitteilte. Zwei Personen wurden demnach festgenommen.

Polizei löste Demo am Nachmittag auf

Eine Polizeisprecherin sagte, bei der Abschlusskundgebung mit mehreren Zehntausend Teilnehmern würden jetzt die Abstandsregeln weitgehend eingehalten, so dass die Veranstaltung stattfinden könne.

Die Berliner Polizei hatte zuvor die Großdemonstration von Gegnern der Corona-Beschränkungen aufgelöst. Für die Auflösung des Protestzugs durch die Innenstadt sei „insbesondere die Nichteinhaltung der Abstandsregelungen“ ausschlaggebend gewesen, twitterte die Einsatzleitung.

Schon am Vormittag kam es zu Menschenansammlungen im Berliner Zentrum. Die Polizei hatte nach eigenen Angaben die Demonstrationsteilnehmer wiederholt aufgefordert, die vorgeschriebenen Abstände einzuhalten. Da diese Aufforderung nicht befolgt worden sei, habe der Einsatzleiter das Tragen von Mund-Nasen-Schutz zur Auflage gemacht.

Bei der Auflösung der Kundgebung setzte die Polizei auch einen Hubschrauber ein, um sich ein Bild über die Lage zu machen. Zu den Festnahmen kam es auf der Straße Unter den Linden. „Es wurde Zwang in Form einfacher körperlicher Gewalt und Pfefferspray eingesetzt“, twitterte die Polizei.

Lesen Sie hier: Michael Ballweg erklärt OB-Kandidatur

Auch in London und Paris gab es Demonstrationen gegen Corona-Auflagen, allerdings deutlich kleinere. In der britischen Hauptstadt kamen mehrere hundert Menschen am Trafalgar Square zusammen. Sie stellten Informationen über das Virus infrage, viele trugen Transparente mit der Aufschrift „Fake News“. In Paris versammelten sich rund 200 Aktivisten, die vor allem gegen die Maskenpflicht auf die Straße gingen. „Nein zur Gesundheitsdiktatur“ und „Lasst unsere Kinder atmen“ war hier auf Plakaten zu lesen.




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