Demo in Stuttgart „Mehr Miete geht nicht“- Protest gegen Pläne der SWSG

Mieterinitiativen demonstrierten in Stuttgart. Foto: Lichtgut/Julian Rettig 4 Bilder
Mieterinitiativen demonstrierten in Stuttgart. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Gegen eine Mietenerhöhung bei der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft demonstrierten am Montag Vertreter der Mieterinitiativen und Mieter vor dem Rathaus.

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Stuttgart - Die Mieterinitiativen Stuttgart fanden am Montag deutliche Worte für, beziehungsweise gegen die geplante Mietenerhöhung der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG). „Mietpreisstopp“, Keine Mietenerhöhung in 2022“ oder „Mehr Miete geht nicht“ war auf den Plakaten der rund 50 Demonstrierenden zu lesen, die sich um 18 Uhr vor dem Stuttgarter Rathaus versammelt hatten. Hier fand am Montag eine Sitzung des Aufsichtsrats der SWSG statt. Thema war laut Mieterinitiative der Wirtschaftsplan für das kommende Jahr inklusive Mehreinnahmen durch Mieterhöhungen. Und genau die wollen die Anwesenden verhindern.

Mieterhöhungen machen vielen zu schaffen

„Immer mehr Menschen fällt es schwer, mit ihrem Einkommen die Mieten zu stemmen, deshalb verschulden sich viele Leute“, erklärt Ursel Beck Vorstandsmitglied der SWSG-Mieterinitiative die Grundproblematik. Die SWSG hingegen „schwimmt regelrecht in Geld“, so Beck weiter. So habe sich der operative Gewinn für 2020 auf 23,4 Millionen Euro erhöht. „Das ist Abzocke der Mieter, das wollen wir stoppen“, so Beck weiter.

Um für diese Ziele zu kämpfen, sind auch einige Mieter der SWSG am Abend auf den Marktplatz gekommen. So wie Angelo aus Stuttgart-Wangen, der berichtet, dass er auch jetzt schon mit seiner kleinen Rente und den Mietkosten keinen Urlaub mehr machen könne. Eine weitere Mieterhöhung könne er sich nicht leisten, so der Rentner.

Am Ende der Kundgebung schwillt die Menge der Demonstrierenden gegen 19 Uhr dann nochmal deutlich auf fast 150 Menschen an. Unterstützung gibt es von der stattfindenden Montagsdemonstration. „Uns vereint das Thema ‚Wem gehört die Stadt‘“, erklärt Beck den Zusammenschluss der Demonstrierenden, die zum Schluss dann noch einmal richtig Lärm für ihre Sache machen.




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