Demo vorm DGB-Haus in Stuttgart Protest gegen Identitäre Bewegung

Von Christoph Kutzer 

Rund 300 Menschen sind dem Aufruf des DGB gefolgt und haben sich für demokratische Grundüberzeugungen eingesetzt – eine Antwort auf Attacken von Rechts.

Der DGB ruft zu Demokratie auf, 300 Teilnehmer folgten. Foto: Lichtgut/Leif-Hendrik Piechowski 8 Bilder
Der DGB ruft zu Demokratie auf, 300 Teilnehmer folgten. Foto: Lichtgut/Leif-Hendrik Piechowski

Stuttgart - DGB-Fahnen wehen neben Bannern des Bundes der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA). Gewerkschaftler und andere Vertreter des antifaschistischen Spektrums haben sich am Freitag auf dem Gustav-Heinemann-Platz vor dem Willy-Bleicher-Haus eingefunden. Rund 300 Menschen sind dem Aufruf des DGB gefolgt, für Demokratie und Vielfalt einzutreten – als Antwort auf die gegen den Gewerkschaftsbund gerichtete Aktion von Angehörigen der Identitären Bewegung am vergangenen Samstag. Die Täter hatten ein Transparent mit der Aufschrift „DGB hat mitgeschossen“ angebracht und so eine Verbindung zum tätlichen Übergriff auf rechte Betriebsräte im Umfeld einer Demonstration gegen Corona-Beschränkungen hergestellt. Einer der Attackierten schwebt immer noch in Lebensgefahr.

„Wir schießen nicht! Auf niemanden!“, stellte Martin Gross (Verdi) klar. Roman Zitzelsberger (IG-Metall) rief in Erinnerung, dass im Mai 1933 Gewerkschaftshäuser von den Nationalsozialisten besetzt worden seien. „Unsere Grundüberzeugungen sind den Rechtsextremen ein Dorn im Auge“, sagte Martin Kunzmann, Vorsitzender des DGB Baden-Württemberg, kämpferisch. „Gleiche Rechte für alle Menschen, Solidarität – das sind die Werte, die die Identitären bekämpfen. Wir schützen unsere Demokratie.“




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