Demografischer Wandel Alterung der Weltbevölkerung schreitet voran

Von red/kna 

Bis 2050 wird der Anteil von Menschen über 64 Jahren an der Gesamtbevölkerung schätzungsweise weltweit stark zunehmen. Besonders stark soll sich die Alterung in Lateinamerika und in Asien bemerkbar machen.

Die Weltbevölkerung wird immer älter. (Symbolfoto) Foto: dpa
Die Weltbevölkerung wird immer älter. (Symbolfoto) Foto: dpa

Wiesbaden - Der Anteil von Menschen über 64 Jahren an der Gesamtbevölkerung wird Schätzungen zufolge weltweit bis 2050 stark zunehmen. Darauf hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) am Mittwoch in Wiesbaden hingewiesen. Während heute nur knapp jeder zehnte Erdenbürger 65 Jahre oder älter sei, werde es zur Mitte des Jahrhunderts bereits jeder sechste sein, so das BiB anlässlich des Weltbevölkerungstages am Donnerstag. Das BiB berief sich auf Prognosen des „World Population Prospects 2019“ der UN.

Besonders stark werde sich die Alterung in Lateinamerika und in Asien bemerkbar machen, wo sich der Anteil von Menschen über 64 Jahren bis 2050 voraussichtlich mehr als verdoppeln werde. In Lateinamerika sei mit einem Anstieg von heute 9 auf 19 Prozent zu rechnen, in Asien von 9 auf 18 Prozent.

Fast jeder fünfte Europäer 65 Jahre oder älter

Aktuell verfügen beide Regionen über eine relativ junge Bevölkerung, während Europa demografisch älter sei. So sei heute schon fast jeder fünfte Europäer 65 Jahre oder älter (19 Prozent), um 2050 werde es mehr als jeder Vierte sein (28 Prozent).

Anders sei die Situation in Afrika, wo der Anteil Älterer bis 2050 von heute 4 auf 6 Prozent ansteigen werde: „Die Bevölkerung auf dem afrikanischen Kontinent altert ebenso, jedoch wird dort aufgrund der hohen Geburtenraten weiterhin die mit Abstand jüngste Bevölkerung leben“, erläuterte Elke Loichinger, Geographin beim BiB.

Nach heutigem Stand hat Japan mit 28 Prozent den größten Anteil älterer Menschen in seiner Bevölkerung. Der globale Höchstwert für 2050 werde für Südkorea mit 38 Prozent prognostiziert. Für Deutschland lägen die Werte bei 22 Prozent im Jahr 2019 und 30 Prozent im Jahr 2050.