Demonstration am 1. Mai in Stuttgart Solidarität im Mittelpunkt

Auch 2016 war für mehr Solidarität demonstriert worden. Foto: Lichtgut Christian Hass
Auch 2016 war für mehr Solidarität demonstriert worden. Foto: Lichtgut Christian Hass

Die Gewerkschaften rufen zur Teilnahme an ihrer Demonstration und Kundgebung am Tag der Arbeit in Stuttgart auf – und richten schon im Vorfeld kritische Töne in Richtung Stadt.

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Stuttgart - Traditionell bekommen die Arbeitnehmer am Tag der Arbeit besonderes Gehör. An ihrem Feiertag am Montag, 1. Mai, planen die Gewerkschaften in Stuttgart von zehn Uhr an eine Demonstration, die am Marienplatz beginnt. Die Kundgebung findet auf dem Marktplatz statt. „Wir sind viele, wir sind eins“ lautet das diesjährige Motto der bundesweiten Maikundgebungen soll besonders eines unterstreichen: die Solidarität.

„Wir brauchen viele, um Erfolge zu erzielen und wir sind eins, wenn es darum geht, uns durchzusetzen. Wir stehen zusammen, um unsere Ziele zu erreichen: soziale Gerechtigkeit und Schutz der Menschenwürde“, erklärt Bernhard Löffler, Regionalgeschäftsführer Nordwürttemberg beim Deutschen Gewerkschaftsbund. Der Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes Stuttgart, Philipp Vollrath, warnt davor, den Transformationsprozess der Automobilindustrie zu verschlafen. „Sonst geraten wir hier in Stuttgart in eine schlimme Situation“, sagt er. Auch beim sozialen Wohnungsbau und den Kitaplätzen liege vieles im Argen, betont Vollrath.

Kundgebung startet um 11 Uhr

Cuno Brune-Hägele, Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Stuttgart, geht auf die Personalsituation in den Krankenhäusern ein: „Ich kann die Politik der Stadt Stuttgart nicht nachvollziehen. Die Personaldecke in Krankenhäusern ist viel zu dünn.“ Auch fehlten Kitaplätze für Kinder, und Oberbürgermeister Fritz Kuhn kümmere sich nicht um Arbeits- und Ausbildungsplätze, kritisiert er.

Der Hauptredner der Kundgebung auf dem Markplatz, die um 11 Uhr starten soll, wird der IG Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann sein. „Uns geht es um die Widersprüchlichkeit und die Ausdifferenzierung in der Arbeitswelt. Es gibt viel zu viele Beschäftigungen, von denen die Menschen nicht leben können“, sagt Uwe Meinhardt von der IG Metall Stuttgart.




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