Wegen einer Kundgebung ist es gestern im Kreis Göppingen zu Behinderungen gekommen. Die Teilnehmer fordern den weiteren Ausbau der B 10.

Süßen - Wer am Freitag durchs Filstal im Kreis Göppingen wollte, hat Geduld gebraucht. Um 14 Uhr wälzte sich ein kilometerlanger Tross aus allerlei Gefährten inklusive Aufsitzmäher und Gabelstapler sowie mehr als 300 Radlern im Schritttempo von Geislingen zum vorläufigen Ausbauende der vierspurigen B 10 bei Süßen. Um 16 Uhr ging es wieder zurück. Dazwischen lag eine kurze Kundgebung am Ende der Schnellstraße, die eigentlich für 27 Millionen Euro in Richtung Osten nach Kuchen verlängert werden soll, gemeinsam mit der Abzweigung der B 466 an Süßen vorbei. Doch dafür fehlt das Geld. Weil aber die Landesregierung für die restlichen nicht finanzierten Vorhaben in den nächsten Tagen eine Priorisierung erstellen will, gingen die Filstäler auf die Straße, allen voran der Landrat und die Bürgermeister der betroffenen Kommunen sowie Bundes- und Landtagsabgeordnete. „Wer auf die Bürger hört, der baut weiter“, appellierte Peter Maichle von der Bürgeraktion „B 10-Neu“. Der Landrat Edgar Wolff betonte, dass es eben nicht mehr reiche, nur Briefe an Entscheidungsträger zu schreiben, um für den Weiterbau der Lebensader des Kreises zu streiten.