Demos in Stuttgart Polizei braucht Heli und Pfefferspray

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Mehrere hundert türkische und kurdische Demonstranten sind am Sonntag in der Stuttgarter Innenstadt aneinandergeraten. Die Demonstranten warfen Steine, Flaschen und Verkehrszeichen. Die Polizei musste sie mit Pfefferspray auseinandertreiben.

Zwei Demonstrationen - eine gegen PKK-Terror und eine gegen die Türkei - zogen am Sonntag durch die Stuttgarter Innenstadt. Dabei kam es zu Zusammenstößen. Weitere Bilder aus der Stadt zeigt die folgende Fotostrecke. Foto: www.7aktuell.de | Robert Dyhringer 9 Bilder
Zwei Demonstrationen - eine gegen PKK-Terror und eine gegen die Türkei - zogen am Sonntag durch die Stuttgarter Innenstadt. Dabei kam es zu Zusammenstößen. Weitere Bilder aus der Stadt zeigt die folgende Fotostrecke. Foto: www.7aktuell.de | Robert Dyhringer

Stuttgart - Mit einem großen Aufgebot hat die Polizei am Sonntagnachmittag rivalisierende Gruppen am Rande einer Demonstration türkischstämmiger Teilnehmer in der Innenstadt voneinander ferngehalten. Es kam zu Auseinandersetzungen, bei denen Steine, Flaschen und Verkehrszeichen geworfen wurden.

Rund 400 Teilnehmer waren dem Aufruf gefolgt, sich mit der Kundgebung gegen die Kurdenpartei PKK zu wenden. „Gedenken an die verstorbenen Soldaten der Türkei – Gegen Terrorismus“ lautete das Motto. Mit türkischen Fahnen versammelte sich die Gruppe in der Lautenschlagerstraße und zog von dort über die Theodor-Heuss-Straße und die Gymnasiumstraße zum Kronprinzplatz, dem Ort der Abschlusskundgebung.

Am Straßenrand drängte die Polizei immer wieder Gegendemonstranten ab, unter ihnen Kurden und Vertreter des linken Spektrums. Das Motto ihres Protests lautete „Internationale Solidarität gegen den Terror der AKP“. Sowohl vom Demozug, dessen Teilnehmer die türkische Regierung des Tayyip Erdogan unterstützen, als auch von deren Gegner am Rande ausgehend wurde immer wieder provoziert.

An der Ecke Gymnasiumstraße/Kronprinzplatz traf der Demozug auf eine Gruppe von rund 60 Kurden. Aus beiden Richtungen flogen Gegenstände, vom Sprecher der Erdogan-nahen Demo kommentiert mit dem Spruch: „Die Terroristen greifen die Polizei an.“ Die Einsatzkräfte verwendeten Pfefferspray, um die Gegendemonstranten abzudrängen. Die Polizei riegelte den Kronprinzplatz ab. Die Kurden und ihre Sympathisanten, insgesamt etwas mehr als 100 Personen, standen hinter den Gittern. Eine Polizeireiterin stürzte und wurde leicht verletzt. Am Kronprinzplatz und bei einem Gerangel am Schlossplatz erlitten ebenfalls Polizisten Verletzungen. Ein Hubschrauber kreiste über der Stadt, um die Lage zu beobachten.

In der Bilderstrecke zeigen wir Eindrücke von den Demonstrationen am Sonntag.

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