Stuttgart - Der dänische Junioren-Nationalspieler Nikolas Nartey blickt mit stolz auf sein Heimatland und deren abschneiden bei der EM.
Herr Nartey, wie haben Sie das EM-Aus der Dänen erlebt?
Ich habe mir das Spiel gegen England natürlich im Fernsehen angeschaut, und es war sehr schade, wie es gelaufen ist. Unsere Mannschaft hat bravourös gekämpft – und dann kam dieser Elfmeter, der für mich keiner war.
Das sehen in Dänemark sicher alle Fußballfans so.
Ja, und dabei war es auch Pech, dass Torhüter Kasper Schmeichel den Elfmeter von Harry Kane zunächst gehalten hat. Erst der Nachschuss war drin. Insgesamt überwiegt jetzt in Dänemark trotzdem der Stolz auf die Leistung der Mannschaft.
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Zumal, wenn man bedenkt, wie das Turnier für Dänemark losgegangen ist.
Die Szene, als Christian Eriksen im ersten EM-Spiel zusammengebrochen ist, war schon krass. Hinterher war es für die Spieler mental sicherlich unheimlich schwierig, mit der Situation umzugehen. Aber sie haben es hervorragend gemacht. Für so ein kleines Land wie unseres ist es schon ein großer Erfolg, in einem EM-Halbfinale zu stehen. Das hätte vor dem Turnier niemand in Dänemark gedacht.
Ihr Heimatland ist sicher nicht groß, verfügt aber nicht nur über gute Fußballer, sondern ebenso über hervorragende Handballer. Gibt es dafür einen Grund?
Es ist schwierig für mich, das zu begründen. Ich denke aber, dass wir ein sportliches Volk sind. Die Leute sind zudem bodenständig und legen in allen Bereichen Wert auf gute Teamarbeit – und das ist sicher kein Nachteil, wenn man eine Mannschaftssportart betreibt.
Sie selbst haben bei der U-21-EM für Dänemark gespielt. Gibt es Spieler aus der A-Nationalmannschaft, auf die Sie besonders geachtet haben?
Da ich Mittelfeldspieler bin, habe ich natürlich auf Thomas Delaney und Pierre-Emile Höjbjerg im Zentrum geschaut. Ich hoffe ja, in Zukunft selbst einmal in der Nationalmannschaft zu stehen.