Der Fall Bakéry Jatta Auch Bochum legt Protest gegen HSV-Spiel ein

Von red/dpa/sid 

Auch Fußball-Zweitligist VfL Bochum hat Protest gegen die Wertung des mit 0:1 am vergangenen Freitagabend verlorenen Punktspiels beim Hamburger SV beim DFB eingelegt.

HSV-Spieler Bakéry Jatta: Laut Medienberichten soll es Zweifel an seiner Identität geben. Foto: Bongarts/Getty Images
HSV-Spieler Bakéry Jatta: Laut Medienberichten soll es Zweifel an seiner Identität geben. Foto: Bongarts/Getty Images

Nürnberg - Wegen der ungeklärten Situation um HSV-Spieler Bakéry Jatta hat nach dem 1. FC Nürnberg auch der Fußball-Zweitligist VfL Bochum Einspruch gegen die Wertung des Spiels gegen den Hamburger SV eingelegt. Man tue dies „zur Fristwahrung und in Wahrnehmung seiner Verantwortung für die Mannschaft und das Vereinswohl“, teilte der Verein mit. Bochum hatte am Freitag mit 0:1 in Hamburg verloren, Jatta spielte durch.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) teilte daraufhin mit, das zuständige DFB-Sportgericht werde den HSV „nunmehr anschreiben und um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen bitten. Das Gremium wird dann zu gegebener Zeit über den Einspruch zu befinden haben“.

Vor zwei Wochen hatte Nürnberg Einspruch eingelegt

Die Westfalen schrieben, der Einspruch erfolge „im Hinblick auf die nach wie vor ungeklärte Situation um die Spielberechtigung des HSV-Spielers Bakéry Jatta, wie sie sich aus den Medienberichten darstellt.“. Vor zwei Wochen hatte auch Nürnberg Einspruch gegen die Wertung der 0:4-Heimniederlage eingelegt.

Laut eines Berichts der „Sport Bild“ soll es Zweifel an der Identität des Offensivspielers aus Gambia geben. Jatta war 2015 nach Deutschland geflüchtet und lebte zunächst in der Nähe von Bremen. Seit 2016 ist der Stürmer beim HSV. Nach Angaben der „Sport Bild“ könnte Jatta einen anderen Namen haben und älter als von ihm angeben sein. Der Deutsche Fußball-Bund hatte nach einer Anhörung in der Vorwoche die Spielberechtigung Jattas als gültig erklärt.