Der Fotograf Dennis Orel und sein Lieblingsspielzeug Das dritte Auge

Von sne 

Die rechte Hand von Dennis Orel hat eine symbiotische Verbindung mit der kleinen Sony-Kamera RX1. Die hat der Fotograf, der auch zwei Fotobände mit ungewöhnlichen Ansichten von Stuttgart veröffentlicht hat, stets bei sich.

Dennis Orel hält seinen  kleinen Fotoapparat immer in der Hand. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Dennis Orel hält seinen kleinen Fotoapparat immer in der Hand. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Stuttgart - Die rechte Hand von Dennis Orel hat eine symbiotische Verbindung mit der kleinen Sony-Kamera RX1. Die hat der Fotograf, der auch zwei Fotobände mit ungewöhnlichen Ansichten von Stuttgart veröffentlicht hat, stets bei sich. „Wenn ich mit der irgendwo hinkomme, bin ich nicht gleich der Paparazzo“ – das hat sich in zehn Jahren bewiesen. So lange schon liegt die Sony in seiner Hand, wo und wann immer er auftaucht, beruflich wie privat.

Das Wunderding, das es technisch mit jeder großen Kamera aufnimmt, war ein Geschenk seines Vaters, dem Fotografen Frank Orel. „Der hatte sie ursprünglich für sich gekauft und sie mir dann vermacht“, erzählt der Sohn. Das Originalgeschenk von damals steht mittlerweile im Regal, denn der Junior hat sich nach etlichen Jahren das neuere Modell zugelegt. Und auch das hat auch schon einiges mitgemacht: Löwen in der Savanne hat er damit fotografiert, Salt Lake City in der Dämmerung oder in Los Angeles Menschen „in einem Viertel, in dem man besser keine Kamera zeigen sollte“, berichtet der 37-Jährige. Erst kürzlich war er nach der Oscar-Verleihung zu einer Promiparty eingeladen. „Da standen alle die Fotografen mit ihren Riesenkameras draußen rum. Aber ich konnte mit der kleinen Sony drinnen dann doch ein paar Bilder machen.“

Einmal hat er sie fast verloren. „Weil ich sie ja immer in der Hand habe, habe ich sie in New York in einem Taxi liegen lassen“ – schwarze Kamera auf schwarzen Ledersitzen. „Ich habe es sofort bemerkt und bin dem Wagen hinterher gerannt. Glücklicherweise musste der Fahrer an der nächsten Ampel halten.“ So waren Besitzer und Fotoapparat wieder vereint. In einer Tasche steckt die teure kleine Profikamera auch nach diesem Erlebnis nie. „Bis ich sie da rausgeholt hätte, ist der Augenblick längst vorbei“, winkt Orel ab. „Sie ist praktisch mein drittes Auge.“

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