Stadtkind Stuttgart

Der Imbiss Martha´s am Königsbau Bankfachwirtin macht Currywurst

Von Katharina Sorg 

Eine Stuttgarter Bankfachwirtin wird Imbissbesitzerin. Das hat uns gefallen, daher sind wir Pia Nowotny im Martha´s besuchen gegangen. Direkt am Schloßplatz.

Das Martha´s im Durchgang des Königsbaus.  Foto: Nowotny 2 Bilder
Das Martha´s im Durchgang des Königsbaus. Foto: Nowotny

Stuttgart - Es gibt sie ja, diese Geschichten, von BWL-Studenten, die in einem Imbisswagen Maultaschen verkaufen und über die inzwischen auch schon der SWR und das ZDF berichtet haben. (An dieser Stelle liebe Grüße an Fred und Flo, das Frieren müsste ja jetzt langsam ein Ende haben). Nicht frieren beim Arbeiten muss Pia Nowotny, aber auch ihre Idee hat uns gefallen.

Die Bankfachwirtin aus Stuttgart hat ihren gutbezahlten Job aufgegeben um einen Imbiss in der Stadt zu eröffnen. Finden wir mutig. Das Martha´s ist ein bisschen versteckt. Und zwar im hinteren Durchgang des Königsbaus. Wir erklären das mal: Beim Starbucks vorbei rechts einbiegen, dann ist das Martha´s nach wenigen Metern auf der linken Seite zu finden. (Wenn man von der anderen Seite kommt, dann ist es natürlich auf der rechten Seite. Fanden wir jetzt gerade ein bisschen witzig). Martha, so hieß die Oma von Pia Nowotny, und da die Oma immer alles frisch aus dem Garten holte (nix mit Erdbeeren im Februar und so), fand Pia Nowotny, das würde ja ganz gut passen. In ihrem Imbiss verzichtet sie nämlich komplett auf Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker. Die Idee: schnelles Essen muss ja nicht ungesund sein.

Es geht um die Wurst

Zwei Jahre lang hat sie an ihrem Konzept gefeilt, dann wurde ihr der freie Platz im Königsbau angeboten. Sie nahm an und steht seither fast ununterbrochen in der Küche. Kein leichter Job, aber Nowotny ist überzeugt von dem, was sie tut. Bei ihr geht es vorrangig um die Wurst. Auf dem Speiseplan steht Currywurst, Bratwurst oder auch gekochte Wurst. Alle hergestellt aus schwäbisch hällischen Landschweinen. Das garantiert artgerechte Haltung und Fütterung der Tiere und die Wurst ist dann auch frei von Zusatzstoffen. Die Produkte für ihre Speisen kommen aus der Region, ist ja auch ganz schön, wenn man weiß, woher die Sachen kommen.

Die Soßen zur Currywurst kocht sie selbst, zu Saitenwürstchen und Debrezinern gibt es Bauernbrot und frischen Meerrettich. Die Pommes fallen dann auch nicht tiefgekühlt ins Frittierfett, sondern frisch. Flammkuchen und Waffeln gehören auch noch zum Repertoire. Ist eine prima Alternative für den Mittagstisch. Wer keine Zeit hat an den Stehtischen zu essen, kann sich auch alles einfach einpacken lassen. "Bei uns kann man bodenständig und gut essen", sagt Nowotny. Finden wir auch. Und finden das gut. (Der SWR war übrigens auch schon da :-) )

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