Der Mensch als Auslaufmodell am Brett? Wie das Schachspiel seine Unschuld verlor

Das aktuelle WM-Duell der Schach-Superstars: Fabiano Caruana (li.) aus den USA fordert den Norweger Magnus Carlsen heraus. Foto: AP 11 Bilder
Das aktuelle WM-Duell der Schach-Superstars: Fabiano Caruana (li.) aus den USA fordert den Norweger Magnus Carlsen heraus. Foto: AP

Noch in den 1970er Jahren dauerte es Monate, bis neue Schachzüge über Bücher bekannt wurden. Heute sind Hochleistungsrechner am Werk. Der Siegeszug der künstlichen Intelligenz hat Schach revolutioniert. Beraubt dies dem Spiel die Schönheit? Eine Betrachtung unseres Experten.

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Berlin - Es sollte doch nur ein kleiner Muntermacher sein. Für das amerikanische Schachpublikum. Ein kurzes Video, ein sicherer Click auf Youtube. Ihr Champion, Fabiano Caruana, im Trainingslager vor seinem WM-Kampf gegen Magnus Carlsen. Der US-Boy mit nacktem Oberkörper beim Basketball, am Frühstückstisch mit seinen Sekundanten, dann noch ein kurzer Kamerablick ins Allerheiligste – den „War Room“, dort, wo die Arbeit am Brett erledigt wird. Man sieht die Truppe Bücher wälzen, scherzen, spielen. Alles optimistisch alles heiter, alles harmlos.

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