Der Schwäbische Waldweg Das Ende in Grab

Rems-Murr: Martin Tschepe (art)

Wolken ziehen auf. Leichtes Donnern. Beim Freizeitzentrum Großerlach könnten wir uns gut unterstellen. Was tun? Warten oder so schnell wie noch möglich weiterwandern? „Weiterwandern“, sagt Steffi. Es wird dunkel. Die Fußsohlen schmerzen immer stärker. Die Oberschenkelmuskeln brennen bei jedem Schritt. Das linke Kniegelenk zwickt ständig. Mittlerweile ist es stockfinster. Es beginnt zu regnen und dann noch heftiger zu blitzen.

Ein Wegweiser auf der Kreisstraße zwischen Großerlach und Grab deutet rechts in Richtung Wald. Bald irren wir zwischen Bäumen hin und her. Verlaufen. „Kommt öfter mal vor bei so langen Strecken“, sagt Steffi. Ich folge ihr. Willenlos. Es beginnt noch stärker zu regnen. Nach drei Kilometern Zickzack im Wald bei Hohenbrach gehen wir zurück zur Kreisstraße, folgen ihr notgedrungen bis Grab.

22.30 Uhr, knapp 75 Kilometer: Das Rössle in Grab hat noch geöffnet. Wir bestellen Wurstsalat und Radler. Ende. Bis hinunter nach Murrhardt sind es auf dem schnurgeraden Limesweg noch knapp zehn Kilometer, auf dem neuen Schwäbischen Waldweg ein paar Kilometer mehr. Ich bin etwas traurig, dass ich die 83 Kilometer nicht komplett gepackt habe. Trotzdem: so lange und so weit wie an diesem Tag bin ich noch nie gewandert.

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