Was steht in den nächsten Wochen an?
Die Profis haben erst einmal frei – ausgenommen die Nationalspieler. Borna Sosa wurde bereits in das kroatische Aufgebot für das Finalturnier der Nations League Mitte Juni berufen. Serhou Guirassy (Guinea) steht ebenfalls im Nationalmannschaftskader für die anstehenden Länderspiele. Zudem könnten auch Josha Vagnoman (Deutschland), Konstantinos Mavropanos (Griechenland), Wataru Endo und Hiroki Ito (Japan) und Silas Katompa (Kongo) auf Reisen gehen.
Parallel dazu kommen die Verantwortlichen um Vorstandschef Alexander Wehrle und Sportdirektor Fabian Wohlgemuth zu einer Analyse zusammen, die Wehrle schon mehrfach angekündigt hatte. In ihr soll geklärt werden, warum der VfB zum zweiten Mal in Folge bis zum Schluss um den Klassenverbleib zittern musste. Personelle Konsequenzen auf oberster Führungsebene gelten als sehr unwahrscheinlich, es dürfte eher um die strategische Ausrichtung und die Kaderplanung gehen.
Welche Spieler werden den VfB sicher verlassen?
Fast alle Spieler, die derzeit dem Bundesligakader angehören, haben einen Vertrag, der über die Saison hinaus gültig ist. Einige Abgänge wird es dennoch geben. So wird ein Wechsel von Borna Sosa (Vertrag bis 2025) erwartet, auch für andere Stammkräfte könnte es Interessenten geben. Die Verträge von Tanguy Coulibaly und Antonis Aidonis laufen aus und werden wohl nicht verlängert. Zudem endet die Leihe von Tiago Tomas. Um ihn fest zu verpflichten müsste der VfB eine Ablösesumme in Höhe von 15 Millionen Euro an Sporting Lissabon zahlen. Das gilt als ausgeschlossen, weshalb auch der Portugiese den Club verlassen wird.
Wann geht es mit dem Training weiter?
Das hat der VfB zwar noch nicht kommuniziert – der Zeitraum lässt sich aber ziemlich eng eingrenzen. Im vergangenen Sommer gab der damalige Trainer Pellegrino Matarazzo seinem Team sechs Wochen frei, ehe es in eine fünfwöchige Vorbereitung ging. Durch die Teilnahme an der Relegation könnte die freie Zeit der Profis etwas schrumpfen, um den 10. Juli das Training wieder starten. Das kann sich natürlich noch um ein paar Tage verschieben – zumal vor dem offiziellen Auftakt noch Leistungstests anstehen. Die Nationalspieler werden anfangs noch nicht dabei sein, sondern eine jeweils individuell abgestimmte längere Pause bekommen.
Was steht in der Vorbereitung auf dem Programm?
Wie immer mehrere Testspiele ein rund einwöchiges Trainingslager, zu dem das Team Ende Juli aufbrechen dürfte. Wohin? Der Ort ist noch nicht veröffentlicht, befand sich in den vergangenen Jahren aber immer im Alpenraum. Vergangenen Sommer fuhr der VfB nach Weiler im Allgäu – die Jahre zuvor allerdings stets nach Kitzbühel, was 2022 wegen einer Konzertreihe unweit des Teamhotels nicht infrage gekommen war. Gut möglich ist auch, dass zum dem regulären Trainingslager noch eine Marketing-Reise nach Japan hinzukommt. Diese wäre zeitlich vorgeschaltet, würde Mitte Juli starten und knapp eine Woche dauern.
Wann startet die neue Saison?
Das erste Pflichtspiel steht für den VfB an, wenn es zwischen dem 11. und 14. August in der ersten Runde des DFB-Pokals auswärts gegen ein unterklassiges Team geht. Eine Woche später startet der VfB zwischen dem 18. und 20. August in seine 57. Saison in der Fußball-Bundesliga. Wann genau und gegen wen? Das legt die Deutsche Fußball-Liga erst noch fest, erfahrungsgemäß im Verlauf des Junis.
Was passiert vereinspolitisch?
Zunächst einmal nichts. Eine Initiative von vier VfB-Mitgliedern hatte für die Sommerpause eine außerordentliche Mitgliederversammlung angestrebt. Auf einer solchen sollten Abwahlanträge gegen das Präsidium um den Präsidenten Claus Vogt und den Vereinsbeirat gestellt werden. Doch daraus wurde nichts, da den Antrag auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung nicht genügend Mitglieder eingereicht haben. Zehn Prozent der stimmberechtigten Mitglieder hätten dies tun müssen. Derzeit hat der VfB 80 000 Mitglieder. Abwahlanträge könnten aber auf der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung gestellt werden. Diese wurde von der Vereinsführung jüngst vom 17. auf den 10. September vorverlegt.