Der Wirecard-Skandal erreicht die Politik Das Märchen von Aschheim

Von Thomas Magenheim und  

Bilanzbetrug ist in Deutschland nichts Neues. Doch die Dimensionen der Wirecard-Affäre beunruhigen auch die Politik. Zu Recht, meinen Experten.

Showtime: Die Präsentationen des früheren Wirecard-Chefs Markus Braun glichen Hochämtern des Finanzkapitalismus Foto: picture alliance/dpa
Showtime: Die Präsentationen des früheren Wirecard-Chefs Markus Braun glichen Hochämtern des Finanzkapitalismus Foto: picture alliance/dpa

München - Es waren Traumrenditen, mit denen die Firma Wirecard die Börse beeindruckte. Traumrenditen in einem eher nüchternen Business. Zahlungsdienstleistung gelten als margenarmes Geschäft. Eine Firma vermittelt dabei bargeldlose Zahlungen von Käufern an Verkäufer und kassiert dafür eine kleine Gebühr. Wieso ausgerechnet Wirecard dabei Gewinne jenseits von 20 Prozent erwirtschaften konnte, haben sich Konkurrenten schon immer gefragt. Staatsanwälte liefern jetzt die Antwort. Die schönen Gewinne der Firma aus Aschheim bei München hat es nie gegeben, jedenfalls seit 2015 nicht. Vielmehr hat der Dax-Konzern mit seinen realen Geschäften die letzten fünf Jahre nur Verluste erzielt, so die Ermittler.

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