Deutsch-Türkisches Forum in S-Mitte Am neuen Standort ist Raum für Kreativität

Von links: Kerim Arpad, Özlem Sahin, Gülten Aysel, Wolfgang Kunze, Katrin Brandeis und Derya Bermek-Kühn in den neuen Räumen des Deutsch-Türkischen Forums Foto: Fritzsche
Von links: Kerim Arpad, Özlem Sahin, Gülten Aysel, Wolfgang Kunze, Katrin Brandeis und Derya Bermek-Kühn in den neuen Räumen des Deutsch-Türkischen Forums Foto: Fritzsche

Das Deutsch-Türkische Forum ist von der Nadlerstraße an die Hirschstraße umgezogen. Im Gegensatz zum alten Standort mit zwei Büroräumen steht nun das komplette dritte Stockwerk zur Verfügung.

Filderzeitung: Rebecca Anna Fritzsche (fri)

S-Mitte - Die Tür steht offen, und jeder, der will, kann eintreten: So war es gedacht zur Einweihungsfeier der neuen Räumlichkeiten des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart (DTF), und so soll es auch in Zukunft weiterhin sein.

Nach vierzehn Jahren im Europahaus an der Nadlerstraße ist der Verein nun an die Hirschstraße 36 gezogen. Der Umzug war lange überfällig: „Wir haben mehr Platz gebraucht“, sagt Özlem Sahin vom DTF. Im Europahaus belegte der Verein zwei Räume: „Wir haben mit nur einem hauptamtlichen Mitarbeiter angefangen, mittlerweile sind es aber sechs, dazu die ehrenamtlichen Helfer“, erklärt Sahin. Jetzt steht dem Deutsch-Türkischen Forum das ganze dritte Stockwerk zur Verfügung. Neben einem großen Eingangsbereich gibt es mehrere Büroräume, für den Geschäftsführer Kerim Arpad, die Mitarbeiter des DTF und des Mentorenprojekts Agabey-Abla.

„Jetzt ist Platz für unsere Kreativität“

„Früher haben wir uns die Bibliothek und die Küchenzeile mit anderen Mietern geteilt“, erklärt Özlem Sahin. Jetzt ist das anders: Es gibt eine große Küche, in der auch gekocht, und nicht nur aufgewärmt werden kann und eine Bibliothek, die gleichzeitig als Besprechungsraum fungiert. „Die Bücher, die hier stehen, werden oft und gerne ausgeliehen“, sagt Sahin. „Außerdem trifft sich unser Literaturkreis jetzt hier, und die Mentoren des Agabey-Abla-Projekts können mit ihren Schützlingen hierher kommen.“ Nun sollen auch endlich Ideen umgesetzt werden können, für die im Europahaus kein Raum war. „Jetzt ist Platz für unsere Kreativität.“

Fast zwei Jahre hat die Suche nach alternativen Räumen gedauert, erzählte Gülten Aysel, die Vorstandsvorsitzende, in ihrer Rede. Das Geld habe natürlich auch eine Rolle gespielt: „Wir wollen die Mittel, die wir haben, nicht für immense Mieten verwenden, sondern in Projekte stecken“, sagte Gülten Aysel.

Im Oktober steht die nächste Feier an

Susanne Eisenmann, die Stuttgarter Bürgermeisterin für Sport und Kultur, war ebenfalls zur Einweihung gekommen. Sie lobte die „herausragende Arbeit und die konkrete Wissensvermittlung“, die der Verein betreibe. „Ich teile die Einschätzung, dass die städtische Förderung angesichts dessen größer sein könnte“, meinte sie sogar. Gerade die Frage, wie man mit Migration und Multikulturalität im Alter und bei der Altenpflege umgehe, müsse die Kommune beantworten: „Aber ohne Partner wie dem DTF wäre dies nicht zu lösen“, sagte Eisenmann.

Für das Deutsch-Türkische Forum steht schon im Oktober die nächste Feier an: Der Verein, der Veranstaltungen wie das Sommerfest der Kulturen im Juli und die Deutsch-Türkische Kabarettwoche organisiert, wird 15 Jahre alt und zelebriert dies mit einer deutsch-türkischen Nacht im Stuttgarter Rathaus.




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