Die beiden Chefs der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen und Anshu Jain, haben im vergangenen Jahr elf Prozent weniger verdient. Auch die Zusammensetzung der Gesamtvergütung ihrer Mitarbeiter hat sich verändert.

Frankfurt/Main - Die beiden Chefs der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen und Anshu Jain, haben im vergangenen Jahr elf Prozent weniger verdient. Die Vergütungen der Co-Vorstandsvorsitzenden der größten deutschen Bank sanken von jeweils 7,47 Millionen Euro im Jahr 2013 auf 6,66 Millionen Euro 2014, wie aus dem Vergütungsbericht hervorgeht, den das Unternehmen am Freitag in Frankfurt am Main veröffentlichte. Auch die Vergütung des Bankvorstands fiel geringer aus: Sie sank von 38,5 Millionen Euro um knapp zehn Prozent auf 35,3 Millionen Euro.

 

Die Deutsche Bank wies überdies darauf hin, dass sich die Zusammensetzung der Gesamtvergütung ihrer gut 98.000 Mitarbeiter verändert habe. Während die fixe Vergütung von 6,7 Milliarden auf 7,3 Milliarden Euro gestiegen sei, sei die variable Vergütung, etwa in Form von Bonuszahlungen, von 3,2 Milliarden auf 2,7 Milliarden Euro gesunken. Dies gehe auf neue Regulierungsvorschriften zurück.

Der Gewinn der Deutschen Bank nach Steuern fiel knapp zweieinhalb Mal so hoch aus wie im Vorjahr, wie die nun veröffentlichte testierte Fassung des Geschäftsberichts 2014 ergab. Er stieg demnach von 681 Millionen auf 1,691 Milliarden Euro. Eine solche Gewinnsteigerung hatte der Branchenprimus schon Ende Januar in einer vorläufigen Fassung des Geschäftsberichts mitgeteilt.

Deutsche-Bank-Chef Fitschen muss sich demnächst wegen des Verdachts auf versuchten Prozessbetrug vor Gericht verantworten. Das Verfahren in München steht in Zusammenhang mit der Pleite des 2011 verstorbenen Medienmoguls Leo Kirch und soll am 28. April beginnen.