Olaf Scholz und Emanuel Macron demonstrieren bei ihrem Treffen in Deutschland Einigkeit und Geschlossenheit.

Bundeskanzler Olaf Scholz und der französische Präsident Emmanuel Macron sehen die Beziehung der beiden Länder nicht in einer Krise. „Wir werden uns immer einig und wir schreiten voran“, sagte Frankreichs Staatschef am Dienstag beim deutsch-französischen Ministerrat auf Schloss Meseberg bei Berlin.

 

Scholz verwies auf den Zusammenhalt während der Corona-Pandemie und die gemeinsame Unterstützung der Ukraine. „Deshalb bin ich ganz sicher, dass die deutsch-französische Freundschaft auch in Zukunft tragen wird und gerade dann, wenn es um ökonomische Zukunftsentscheidungen geht“, betonte der SPD-Politiker. „Wir einigen uns immer“ - das habe in der Vergangenheit gegolten und sei auch eine gute Prognose für die Zukunft, sagte Scholz. 

Man teile nicht immer die gleiche Sicht und das sei legitim

Macron betonte, Krisen-Behauptungen habe es in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gegeben. „Einer schlägt etwas vor, der andere antwortet nicht sofort (...). Eine Krise.“ Er stellte klar: „Nein, das ist ein Weg.“ Man teile nicht immer die gleiche Sicht, und das sei legitim. Die Aufgabe sei es aber, die Unterschiede zu überwinden und eine gemeinsame Lösung zu finden.

Die sei dann niemals komplett deutsch oder komplett französisch, sondern deutsch-französisch. Scholz ergänzte: „Gerade weil unsere beiden Länder auch unterschiedliche Perspektiven mit einbinden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Verständigung, die zwischen uns beiden stattfindet, auch gleich eine ist, die gut funktioniert für viele andere, ziemlich hoch.“