Die Bundeskanzlerin im Südwesten Angela Merkel will Sicherheit für Radfahrer erhöhen

Am Mittwochabend machte Angela Merkel für einen Wahlkampf-Auftritt Stopp in Calw. Foto: dpa 6 Bilder
Am Mittwochabend machte Angela Merkel für einen Wahlkampf-Auftritt Stopp in Calw. Foto: dpa

Friedrichshafen, Ulm, Calw - Bundeskanzlerin Merkel warb am Mittwoch zwischen jeder Menge Fahrrädern, am Ulmer Münster und mitten im Schwarzwald um Wählerstimmen für sich und die CDU.

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Ulm/Friedrichshafen - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will vor einer Entscheidung über das weitere Vorgehen im Syrien-Konflikt eine Lagebewertung der Staatengemeinschaft abwarten. „Ich darf Ihnen sagen, dass die Bundesregierung, der Bundesaußenminister und ich, ganz besonders daran arbeitet, im Kontakt mit unseren Partnern eine gemeinsame Bewertung dessen, was geschehen ist, zu erreichen“, sagte Merkel am Mittwoch auf einer Wahlkampfveranstaltung in Ulm. Deutschland werde vor allen Dingen versuchen, den Menschen im Bürgerkrieg zu helfen. Die Kanzlerin sprach vor laut CDU-Angaben rund 5000 Menschen von „sehr, sehr ernsten Zeiten“.

In die Donaustadt war Merkel gekommen, um für die frühere Bundesbildungsministerin Annette Schavan zu werben. „Ich freue mich, dass ich Annette Schavan in ihrem Wahlkampf unterstützen kann“, betonte Merkel. Die Ulmer Bundestagsabgeordnete gilt als enge Vertraute von Merkel. Schavan hatte im Februar das Ministeramt niedergelegt, als ihr Plagiate in ihrer Doktorarbeit nachgewiesen worden waren. Am Abend wollte Merkel ihren Südwest-Wahlkampf noch in Calw fortsetzten.

Merkel bei der Fahrradmesse „Eurobike“

Gestartet hatte Merkel ihre Südwest-Tour am Mittwoch bei der Eröffnung der Fahrradmesse Eurobike in Friedrichshafen am Bodensee. „Deutschland ist nicht nur eine Auto-Nation, sondern auch eine Fahrrad-Nation“, sagte die Kanzlerin dort. Das Fahrrad sei zu einem „wichtigen Verkehrsträger“ geworden. Bereits jetzt würden zehn Prozent aller Wege in Deutschland mit dem Fahrrad zurückgelegt - bis zum Jahr 2020 könne dieser Anteil auf rund 15 Prozent wachsen.

Mehr als 80 Prozent der Deutschen nutzten derzeit ein Fahrrad. Für diese müsse man gute Bedingungen schaffen, sagte die Kanzlerin. Die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen, sei eine zentrale Herausforderung für die Politik. Zwar sei die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten zurückgegangen. „Aber bei anderen Verkehrsträgern gehen sie schneller zurück als bei den Radfahrern. Darauf müssen wir unser Augenmerk richten.“

Die Fahrradmesse Eurobike gilt auf ihrem Gebiet als europaweite Leitmesse. Bis zum 31. August zeigen 1300 Aussteller Weltneuheiten und Trends - darunter Helme mit eingebauter Brille, Fahrräder in Holzoptik oder auch Rennräder und Mountainbikes mit Elektroantrieb.




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