Die Daimler AG und der VfB Stuttgart Bekenntnis in der Krise

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In der Corona-Krise sind die Vereine der Fußball-Bundesliga auch auf die Loyalität ihrer Partner angewiesen. Beim VfB Stuttgart gibt es diesbezüglich ein wichtiges Signal.

Der Mercedes-Stern prangt seit Sommer 2012 auf der Brust der VfB-Spieler. Foto: Baumann
Der Mercedes-Stern prangt seit Sommer 2012 auf der Brust der VfB-Spieler. Foto: Baumann

Stuttgart - Der Profifußball blickt gespannt auf die Politik. An diesem Mittwoch wird nach dem Austausch der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten ein entscheidendes Signal erwartet. Die Bundesliga und die zweite Liga haben ein Konzept erarbeitet, wonach die aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochene Saison in den kommenden Wochen doch noch zu Ende gespielt werden könnte. Doch bevor es Geisterspiele geben kann, muss die Politik grünes Licht geben.

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Die Fortsetzung des Spielbetriebs ist eine virologische, gesellschaftliche, sportliche, vor allem aber eine wirtschaftliche Frage. Zwar wurde ein Teil der noch ausstehenden Rate der Fernsehgelder mittlerweile an die Clubs ausbezahlt, die volle Summe gibt es aber nur, wenn der Ball auch wieder rollt. Sollte der Plan scheitern, drohen den Clubs noch größere wirtschaftliche Sorgen, einigen sogar existenzielle.

Loyalität des wichtigsten Partners

Auch der VfB Stuttgart hat Kurzarbeit eingeführt, die Fußballer zum Gehaltsverzicht ermuntert und einen Ausgabestopp verhängt. Einige Fans verzichten auf die Rückerstattung ihrer bereits gekauften Tickets. Neben der Fortführung der Saison ist für den VfB aber vor allem eines wichtig: Die Loyalität seiner Sponsoren, die ihrerseits mit der Krise zu kämpfen haben. Der größte und wichtigste Partner immerhin steht zum Verein, beziehungsweise der VfB AG.

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Daimler und den VfB Stuttgart verbindet eine jahrelange Partnerschaft und Zusammenarbeit. Natürlich stehen wir weiterhin zum Verein, auch in dieser durch die Covid-19-Pandemie ausgelösten schwierigen Phase“, sagt Franz Reiner, der Vorstandsvorsitzende der Daimler Mobility AG auf Anfrage unserer Redaktion. Er ergänzt: „Wir sehen unser Engagement auch als Bekenntnis zum Standort und der Region.“

Reiner war jahrelang Chef der Mercedes Benz Bank, die seit der Saison 2012/2013 Trikotsponsor des VfB ist. Dieser Vertrag ist vor einem Jahr bis 2023 verlängert worden. Zudem sitzt der 52-Jährige im Aufsichtsrat der VfB AG. Deren Ankerinvestor ist die Daimler AG seit 2017.