Die Jugendmannschaften der Stuttgarter Kickers sind erfolgreich Der Klassenverbleib ist noch in Sichtweite

Von Harald Landwehr 

Die U 17 und die U 19 der Stuttgarter Kickers sammeln in den Bundesligen wichtige Zähler.

Aron Zogaj Foto: Yavuz Dural
Aron Zogaj Foto: Yavuz Dural

Stuttgart - Das größte Sorgenkind in der Fußballabteilung der Stuttgarter Kickers ist zurzeit die Profimannschaft. Allgemein war erwartet worden, dass sie nach dem Abstieg aus der dritten Liga direkt wieder um die sofortige Rückkehr dorthin mitspielen würde. Stattdessen befindet sich das Aushängeschild der Blauen mitten in der Rückrunde auch in der Regionalliga schon wieder im Abstiegskampf.

Das gleiche sportliche Schicksal haben momentan auch die beiden ältesten Jugendmannschaften der Kickers, U 17 und U 19, allerdings ist es in diesen beiden Fällen keine Überraschung, dass sie in der jeweiligen Bundesliga Süd ums sportliche Überleben kämpfen. Nachdem sowohl die B-, als auch die A-Jugend nach der Hinrunde von der Konkurrenz schon abgeschrieben schienen, hat nun allerdings die Phase nach der Winterpause bei beiden Teams gut begonnen und der Klassenverbleib erscheint durchaus möglich.

Die von Timm Fahrion trainierte U 17 hat sich am vergangenen Samstag auf der Bezirkssportanlage Waldau im Heimspiel mit 1:1 vom SV Sandhausen getrennt. Konstantin Schiler hatte die Gäste aus dem Hardtwald kurz vor dem Pausenpfiff in Führung gebracht, Nico Luca Andrijevic hatte dann für die „kleinen Kickers“ kurz vor Spielende ausgeglichen und einen Punkt gerettet. Dieser Zähler hat den Gastgebern freilich nicht gereicht, um in der Tabelle vorläufig an den Kurpfälzern vorbeizuziehen und auf den elften Platz im 14 Teilnehmer umfassenden Feld der Bundesliga Süd zu springen. Sandhausen liegt weiter zwei Zähler vor den Kickers und wäre – wenn jetzt Saisonschluss wäre – gerettet, während die Degerlocher gemeinsam mit den U 17-Teams von 1860 München und den bereits weit abgeschlagenen Offenbacher Kickers absteigen müssten. Gestartet ins neue Jahr sind die Kickers von Coach Fahrion, der im vergangenen Sommer nach einem Abstecher zur SG Sonnenhof Großaspach unter den Fernsehturm zurückgekehrt ist, mit einer 0:1-Heimniederlage gegen den FC Augsburg und einem glatten 0:4 beim Tabellenzweiten Karlsruher SC. Am Samstag (11 Uhr, Robert-Schlienz-Stadion, Bad Cannstatt) wartet nun das Derby beim VfB Stuttgart, der aktuell Rang drei belegt. Das Hinspiel auf der Waldau hatten die Roten mit 3:0 gewonnen.

Eine noch schwierigere Aufgabe im Bundesliga-Abstiegskampf als die jüngeren Kollegen, hat die A-Jugend (U 19) der Kickers. Bei sechs noch zu absolvierenden Begegnungen fehlen den Degerlochern als Tabellenschlusslicht momentan sechs Punkte zum rettenden Ufer, wo aktuell der FC Ingolstadt steht. Als einziges Nachwuchsteam eines deutschen Dritt- oder Viertligisten in der Südgruppe der Bundesliga, schlagen sich die vom gerade erst 24 Jahre alten Robin Trabert gecoachten Blauen allerdings hervorragend gegen die mit sechs- oder gar siebenstelligen Etats ausgestatteten Konkurrenten.

Speziell in den vergangenen zwei Wochen hat das eigentlich bereits abgeschriebene Schlusslicht aufhorchen lassen: Einem 4:0-Sieg gegen den Konkurrenten aus Ingolstadt folgte ein 1:1-Remis beim großen Rivalen VfB Stuttgart und dann am Samstag ein 2:1-Heimsieg gegen den Tabellensechsten, Spvgg Greuther Fürth. Die Treffer für die Kickers erzielten Furkan Hut und Dimitrios Vidic, die den frühen Rückstand in einen Sieg drehten. Am Sonntag versuchen Trabert und seine Schützlinge nun im Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt (14 Uhr) den Aufwärtstrend mit zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen, weiter fortzusetzen. „So lange es rechnerisch eine Chance gibt, wird die Mannschaft alles geben. Die vergangenen Wochen machen uns Mut“, sagt der Jugendkoordinator Dieter Märkle.