Die Kunst und alles andere Geistige Grobheiten

Von Jörg Scheller 

Populismus im wissenschaftlichen Gewand bemäntelt bei einigen Autoren persönliche Wut, stellt unser Kolumnist Jörg Scheller fest.

Zwischen redlicher Kritik  am China-Bild des Westens und den Phrasen eines Twitter-Trolls pendelt das Buch „Das chinesische Jahrhundert“. Foto: imago/Jan Huebner
Zwischen redlicher Kritik am China-Bild des Westens und den Phrasen eines Twitter-Trolls pendelt das Buch „Das chinesische Jahrhundert“. Foto: imago/Jan Huebner

Stuttgart - Wer an Populismus denkt, denkt wohl meist an markige Phrasen, dumpfe Slogans, Verzerrungen, Übertreibungen und Lügen. Doch der Populismus hat noch ein anderes Gesicht – ein Gesicht, das sich derzeit häufig in den neuen und alten Medien zeigt. Man könnte diesen Populismus als „Edelpopulismus“ bezeichnen. Er kommt im wissenschaftlichen Gewand daher, trägt beeindruckende akademische Titel, ist versiert im Setzen von Fußnoten und im Zitieren von Quellen. Doch im Bauch des akademischen Pferdes lauern die Soldaten geistiger Grobheit.

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