Ein 36-Jähriger wird in der Nacht auf Sonntag am Leonhardsplatz von einem Unbekannten schwer verletzt. Dem Täter gelingt die Flucht. Auch in Rot sticht am Freitag ein Mann auf einen anderen ein, der Fall ist jedoch offenbar schnell geklärt.
Seit vergangenem Februar gilt in Stuttgarts Innenstadt eine Waffenverbotszone. Auch im Leonhardsviertel ist freitag- und samstagabends unter anderem das Mitführen von Messern verboten. Wer erwischt wird, dem droht eine Ordnungswidrigkeit. Die Obergrenze der Geldbuße liegt bei 10 000 Euro, mindestens werden aber 200 Euro fällig. Sollte die Identität eines etwa 30 Jahren alten Mannes, der in der Nacht auf Sonntag am Leonhardsplatz zu einem Messer gegriffen hat, ermittelt werden können, wäre diese Strafe wohl sein kleinstes Problem.
Der Unbekannte hatte auf einen 36 Jahre alten Mann eingestochen – es ist bereits die zweite Messerattacke in Stuttgarts Rotlichtviertel in diesem Monat. Zeugen fanden den Schwerverletzten gegen 1.45 Uhr auf dem Boden liegend und alarmierten Rettungskräfte, die ihn anschließend in ein Krankenhaus brachten. Der Täter flüchtete in unbekannte Richtung. Er soll dunkelhäutig und 1,80 Meter groß sein und längere Haare, offenbar Dreadlocks, haben. Die Kriminalpolizei vermutet einen möglichen Bezug zur Drogenszene und bittet Zeugen, sich unter der Rufnummer 0711 / 8990 -5778 zu melden.
Schneller Fahndungserfolg nach Messerstecherei in Rot
Keine Hinweise benötigen die Kriminalbeamten zu einem Fall, der sich am Freitagvormittag in Stuttgart-Rot ereignet hat. In dem Zuffenhausener Stadtteil soll ein 37-Jähriger einen 20 Jahre älteren Mann mit mehreren Messerstichen schwer verletzt haben. Zeugen alarmierten gegen 9.30 Uhr die Polizei, nachdem sie Hilferufe aus einem Gebäude am Rotweg wahrnahmen. Das Opfer, das im Treppenhaus des Hauses lag, wurde zunächst von Ersthelfern versorgt, Rettungskräfte, darunter ein Notarzt, kümmerten sich anschließend um ihn und brachten ihn in ein Krankenhaus.
Die 37-jährige Tatverdächtige, der nach derzeitigem Ermittlungsstand an einer psychischen Erkrankung leidet, geriet rasch ins Visier der Kriminalpolizei und wurde am Freitagnachmittag im Rahmen der Fahndung festgenommen. Einen Tag später wurde der Beschuldigte einem Haftrichter vorgeführt, der einen Unterbringungsbefehl erließ und den Tatverdächtigen in ein psychiatrisches Krankenhaus einwies. Die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.