Während der kalten Wintermonate begibt sich der Rasen im Garten in den Winterschlaf. Diese einfachen Tipps sorgen dafür, dass er auch im kommenden Frühjahr wieder gepflegt und gesund ist.

Ende Oktober bis Anfang November schließen Gartenbesitzer idealerweise die aktive Rasenpflege ab. Dabei wird der Rasen ein letztes Mal von Laub befreit, vertikutiert und für den Winter gedüngt.

 

Im Idealfall wird der Rasen während der kalten Monate dann nicht mehr betreten, denn die zarten Halme verkraften Belastungen und Verletzungen zu dieser Zeit schlechter. Ein Grashalm besteht zu bis zu 80 Prozent aus Wasser. Gefriert das Wasser im Halm, bricht er leichter. Betritt man also den gefrorenen Rasen, brechen die Halme ab und erholen sich aufgrund des fehlenden Wachstums im Winter nicht. Schmilzt der Schnee, zeigen sich dann gelbe und braune Stellen auf dem Rasen, die außerdem besonders anfällig für Pilzbefall und Fäulnis sind.

Sollte man im Winter den Rasen mähen?

Spätestens wenn der erste Frost den Garten erreicht, ist es vorbei mit Rasenmähen. Zum gesunden Überwintern, sollte der Rasen zwischen vier und fünf Zentimetern hoch sein.

Frost und Schnee auf dem Rasen

Liegt im Winter Schnee auf dem Rasen, kann dieser ruhig liegengelassen werden. Denn wird das Gras von Schnee bedeckt, entsteht darunter eine Art Schutzschicht, die vor Frost und kaltem Wind schützt.

Schippt man jedoch Schnee im Garten oder am Weg sollte man diesen nicht auf dem Rasen lagern. Häufig türmen sich dann kleine Hügel auf dem Gras, die zu lange brauchen, bis sie schmelzen. Das darunterliegende Gras kann so schlecht atmen und ist lange Zeit unter der Schneedecke gefangen, was es anfälliger für Krankheiten macht. 

Streusalz auf dem Rasen vermeiden

Wenn möglich sollte Streusalz gänzlich aus dem Garten verbannt werden. Sträucher, Bäume und Gras werden es Gartenbesitzern danken. Eine hohe Salzkonzentration schädigt den Boden, da die Wasser- und auch Nährstoffaufnahme gehemmt oder sogar gänzlich verhindert wird. Auch die Wurzeln leiden unter einem zu hohen Salzgehalt. Die Folgen erkennt man häufig erst im Frühjahr, wenn sich das Gras braun verfärbt oder wenn die Halme nicht richtig wachsen.

Rasenfläche freihalten

Sind die Grashalme nicht gefroren, ist es ratsam, den Rasen vorsichtig von Laub und Geäst zu befreien. Denn die Grashalme benötigen jedes Licht und genügend Sauerstoff, um zu überleben. Bleibt zu viel Laub dauerhaft auf dem Rasen liegen, besteht die Gefahr von Schneeschimmel.

Zum richtigen Dünger greifen

Bei der Vorbereitung auf den Winter wird der Rasen nochmals gedüngt. Doch welcher Dünger eignet sich für diese besonders empfindliche Zeit? Hier sollte man zwingend zu einem speziellen Herbst- oder Winterdünger greifen. Denn normale Dünger enthalten reichlich Stickstoff, der das Wachstum ankurbelt. Durch die schlechten Wachstumsbedingungen im Winter würde der Rasen jedoch eher weich und auch dünn werden. Das macht das Gras auch besonders anfällig für Krankheiten. Herbst- oder Winterdünger enthält deshalb wenig Stickstoff dafür aber viel Kalium. Dieser Stoff sorgt dafür, dass der Rasen den extremen Temperaturen und Krankheiten trotzen kann.

Den richtigen Rasen wählen

Wer Rasenschäden vorbeugen möchte, kann sich bereits beim Anlegen der Rasenfläche Gedanken machen, welcher Typ zu den Bedürfnissen passt. Spielrasen ist beispielsweise auch im Winter belastbarer als ein reiner Zierrasen. Wer dennoch über Zierrasen im Garten verfügt, kann bereits vor Wintereinbruch Trittsteine anlegen, auf denen man bei Frost und Schnee gehen kann ohne den Rasen zu belasten.

Rasenpflege im Frühjahr

Sobald der Schnee geschmolzen ist, kann man sich zum Winterende an die Rasenpflege machen. Zuerst säubert man den Rasen von Geäst und Laub vorsichtig mit einer Harke oder einem Rechen. Anschließend wird Frühjahrsdüngung ausgebracht. Nach etwa zwei Wochen kann man den ersten Rasenschnitt vornehmen. Bei Bedarf wird das Gras anschließend noch vertikutiert. Den Rasenmäher kann man im März bis April zum ersten Mal aus dem Gartenhaus holen. Die Temperaturen sollten sich konstant um die sieben bis zehn Grad eingependelt haben, bevor man den Rasen erstmalig mäht.