Die Simpsons rassistisch? Trickserie thematisiert Kritik an Inder Apu

29 Staffeln gibt es von den Simpsons- und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Foto: Fox
29 Staffeln gibt es von den Simpsons- und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Foto: Fox

Ist die Darstellung der Simpsons-Figur Apu rassistisch? In einer jüngst gezeigten Folge sind die Produzenten auf diese Kritik eingegangen. Die Reaktionen dazu fallen unterschiedlich aus.

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Stuttgart - Seit 1989 flimmert die Zeichentrickserie „Die Simpsons“ über die Bildschirme. Sie erzählt von dem Alltag der fünfköpfigen amerikanischen Familie Simpson, bestehend aus dem Vater Homer, der Mutter Marge und den Kindern Bart, Lisa und Maggie. Die Kultserie hat eine große Fangemeinde und ist für ihren gesellschaftskritischen Humor bekannt. Zu den Charakteren, die seit Beginn der Serie an Bord sind, zählt auch der indischstämmige Apu. Der verheiratete Familienvater von Achtlingen betreibt einen kleinen Laden in der fiktiven Stadt Springfield. Er hat einen stark ausgeprägten indischen Akzent und ist Hindu.

Diese Stereotypisierung stößt auf Kritik. Der amerikanische Komiker Hari Kondabolu, dessen Eltern aus Indien kommen, kritisiert die Darstellung Apus in seiner Dokumentation „The Problem with Apu“. Der Simpsons-Fan sprach in seinem Film mit Prominenten aus dem südasiatischen Raum über die Figur Apu und kam zu dem Schluss, dass sie rassistisch dargestellt werde. Nun haben die Produzenten der Simpsons auf diese Kritik reagiert.

Marge und Lisa sprechen über Kunst

In der Folge, die am Sonntag ausgestrahlt wurde, sprechen Marge und Lisa darüber, dass künstlerische Werke, die historisch bedeutend sind, heute teilweise als verletzend wahrgenommen werden. Lisa betrachtet daraufhin ein Bild von Apu, auf dem steht: Don’t have a cow, was übersetzt heißt „Hab’ keine Kuh“ und auf Apus Vegetarismus sowie indische Herkunft anspielt. „Etwas, was vor Jahrzehnten begann, harmlos war und bejubelt wurde, ist jetzt plötzlich politisch inkorrekt. Was soll man machen?“, fragt Lisa ihre Mutter. Diese antwortet, dass man sich mit „manchen Dingen zu einem späteren Zeitpunkt befassen“ werde.

Dieser Dialog sorgte für Diskussionen in den sozialen Netzwerken. Hari Kondabolu war offenbar enttäuscht von der Episode. „Wow. Politisch inkorrekt? Das ist es, was man von meinem Film und der daraufhin entstandenen Debatte mitgenommen hat? Mann, ich habe diese Show wirklich geliebt. Das ist traurig“, schrieb er auf Twitter.

Manche User teilten seine Meinung. Es gab aber auch andere Stimmen, die darauf hinweisen, dass es zum Wesen der TV-Serie gehöre, mit Stereotypen zu spielen.

Von den Serienmachern gab es bis lang noch keine Reaktion.




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