Die Stars in der Corona-Krise Promis und der Virus: Fettnäpfchen, Moralpredigten und eine Modelinie

Die Schauspielerin Sophia Thomalla versucht die Corona-Krise mit Galgenhumor zu meistern und unterhält ihre Fans auf Instagram mit amüsanten Posts. Foto: dpa/Caroline Seidel 13 Bilder
Die Schauspielerin Sophia Thomalla versucht die Corona-Krise mit Galgenhumor zu meistern und unterhält ihre Fans auf Instagram mit amüsanten Posts. Foto: dpa/Caroline Seidel

Prominente wie Fürst Albert, der US-Schauspieler Idris Elba oder der deutsche Comedian Oliver Pocher haben sich mit dem Virus infiziert, andere versuchen sich davor zu schützen und bleiben zu Hause. Wie kreativ die Stars mit der Zwangspause umgehen und wer für Kopfschütteln sorgt – ein Überblick.

Leben: Simone Höhn (sdr)

Los Angeles/ Hamburg - Einer der ersten, der seine Corona-Erkrankung öffentlich machte, war Schauspieler Tom Hanks. Nach einer Woche in Selbstisolierung seien die Beschwerden weitgehend unverändert. „Kein Fieber, aber Frust“, wird Hanks in den Medien zitiert. Auch seine Ehefrau Rita Wilson hat sich mit Sars-CoV-2 angesteckt.

Ebenfalls erkrankt sind offenbar der deutsche Comedian Oliver Pocher und seine Frau Amira, Fürst Albert von Monaco, die First Lady von Kanada Sophie Trudeau, der Grünen-Politiker Cem Özdemir, der Moderator Johannes B. Kerner, der CDU-Politiker Friedrich Merz oder Prinzessin Xenia von Sachsen. Angeblich soll sich auch der verurteilte ehemalige US-Filmmogul Harvey Weinstein infiziert haben.

Johannes B. Kerner äußert sich im TV

Der Fernsehmoderator Johannes B. Kerner hat in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ über seine Corona-Quarantäne gesprochen. „Das ist etwas, was man irgendwann körperlich spürt. Die sozialen Kontakte kann man nicht digitalisieren. Das ist etwas anderes“, sagte der 55-Jährige am Sonntag über Videochat. Er sei zuhause alleine gewesen. Als sein Sohn ihm etwas zu essen brachte, habe er das Bedürfnis gehabt, ihn zu umarmen. „Das war auch ein trauriger Moment.“ Er könne sich vorstellen, dass Menschen, die insgesamt nicht sehr stabil seien, wirklich unter der Isolation leiden. „Da sollten wir vorsichtig mit umgehen“, appellierte Kerner.

Im Fall des Moderators waren vergangene Woche angeblich empörte Stimmen laut geworden, die ihm vorwarfen, dass scheinbar nur Promis einen Covid-19-Test machen dürfen. Kerner betonte laut Medien, dass er den Test nur machen konnte, da sein Arzt einen begründeten Verdacht hatte. Johannes B. Kerner war offenbar in zwei Risikogebieten, außerdem sei das Corona-Testergebnis bei zwei Personen aus seinem persönlichen Umfeld positiv ausgefallen sei, berichtet das Online-Portal nordbuzz.de.

Sänger Neil Diamond dichtet Hit um

Während die einen mit den Symptomen der Covid-Infektion zu kämpfen haben, versuchen andere Prominente kreativ mit der Krise und der verordneten Isolation umzugehen. So hat beispielsweise US-Sänger Neil Diamond (79) seinen Hit-Klassiker „Sweet Caroline“ im Zeichen der Corona-Krise umgedichtet. „Passt auf euch auf dort draußen! „Hands...washing hands..“, schrieb der Musiker am Sonntag auf Twitter und verlinkte ein Video, in dem er vor seinem Kamin zur Gitarre greift. Dies seien harte Zeiten, zusammen singen würde vielleicht helfen, erklärt Diamond und stimmt den Song „Sweet Caroline“ an, allerdings mit neuen Textpassagen. Statt „Hands, touching hands“, ruft er mit „Hands, washing hands“ zum Händewaschen auf.

Mit einem eindringlichen Appell hat der Rapper Eko Fresh dazu aufgerufen, die von den Behörden aufgestellten Regeln zur Eindämmung des Coronavirus einzuhalten. „Ich bin ungern der Überbringer von schlechten Neuigkeiten, aber diesmal muss es sein. Freunde, was soll das, sich trotzdem zu treffen, gerade in dieser Zeit? Was sollen Grillpartys, Corona-Partys, das ist doch nicht die richtige Einstellung“, sagte der Musiker in einem bei Twitter veröffentlichten Video. „Wir müssen jetzt aufeinander achtgeben.“ Fresh erinnerte an die Verantwortung die jeder Einzelne jetzt, auch indirekt, habe für Ältere, Menschen mit Vorerkrankung oder Behinderte. „Reißt Euch zusammen, Freunde.“

Model Doutzen Kroes tritt ins Fettnäpfchen

Ins Fettnäpfchen getreten ist das niederländische Topmodel Doutzen Kroes. Sie hat sich nun bei ihren Anhängern für ein Instagramvideo entschuldigt, in dem sie sich positiv über das Coronavirus äußert. „Danke Corona“, hatte die 35-Jährige gesagt und dann die Stille und die Ruhe für die Natur gelobt als Folge der Maßnahmen gegen die Pandemie. Das aber gefiel vielen Anhängern gar nicht. Das Video sei „respektlos und total unangemessen“, hieß es in Reaktionen. Daraufhin zog Kroes das Video zurück. „Ich will mich dafür entschuldigen. So war es nicht gemeint“, beteuert das 35 Jahre alte Model in einem neuen Video, das sie am auf Instagram veröffentlichte.

Mit Galgenhumor versucht die deutsche Schauspielerin Sophia Thomalla die Krise zu meistern. Auf Instagram zeigt sie sich mit einer Rolle Klopapier und schreibt dazu: „Anscheinend meine einzige Rolle im Jahr 2020“. Immerhin eine Rolle, die derzeit schwer zu ergattern ist.

Sängerin Rita Ora bringt Modelinie raus

Die US-Sängerin Rihanna sammelt Sympathiepunkte: Ihre Clara-Lionel-Stiftung hat eine Spende von fünf Millionen US-Dollar freigegeben, um Menschen und Institutionen während der Corona-Krise zu unterstützen. Wie das Promi-Portal „TMZ“ berichtet, kommt das Geld verschiedenen Empfängern zugute.

Die Not erfinderisch gemacht hat die britische Sängerin Rita Ora. Sie hat mal eben eine Fashion-Linie rund um Corona herausgebracht. Die Hoodies und Shirts, die Rita laut Boulevardmedien gemeinsam mit der UN-Foundation und Weltgesundheitsorganisation auf den Markt gebracht haben soll, tragen den Slogan „Stop the spread“ („Stoppt die Ausbreitung“).

Welche Stars sich mit dem Corona-Virus infiziert haben und wie andere mit der Krise umgehen – klicken Sie sich durch unserer Bildergalerie.




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