Die Stars und ihre Roben bei der Oscar-Verleihung Scarlett greift daneben und Karl teilt aus

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Viel Gold, viel Wallung und ein Streit unter zwei V.I.P.’s – die Stars und ihre Robenwahl bei der Oscar-Verleihung 2017.

Die Schauspielerin Meryl Streep bei der 89. Oscar-Verleihung in Hollywood. Nach einem Streit mit Chanel-Chefdesigner Karl Lagerfeld entschied sie sich für eine Robe von Ellie Saab. Foto: Getty Abo 10 Bilder
Die Schauspielerin Meryl Streep bei der 89. Oscar-Verleihung in Hollywood. Nach einem Streit mit Chanel-Chefdesigner Karl Lagerfeld entschied sie sich für eine Robe von Ellie Saab. Foto: Getty Abo

Hollywood - Wer bei der Oscar-Verleihung das richtige Kleid wählt, kann sich auf dem Roten Teppich vom Starlett zum Superstar verwandeln. Penelope Cruz ging 2007 mit einer rosé-farbenen, fedrigen Versace-Kreation in die Roben-Geschichte ein, Marion Cotillard setzte 2008 in einem Meerjungfrau-inspirierten Kleid von Jean-Paul Gaultier Akzente, auch Charlize Theron bewies schon oft ein gutes Händchen bei der Kleiderwahl, etwa 2005 mit einem hellblauen Prinzessinnenkleid von Dior. Ganz abgesehen von den zeitlos schönen Roben einer Grace Kelly oder einer Audrey Hepburn.

Streit zwischen Meryl Streep und Karl Lagerfeld

Auch die diesjährige Oscar-Nacht war in vielerlei Hinsicht ein Augenschmaus – wenn das ein oder andere Outfit jedoch definitiv übers Ziel hinaus schoss. Manch eine verwechselte den Roten Teppich offenbar mit einer Karnevalsparty und sorgte für große Augen und Getuschel. Das Gesprächsthema Nummer eins war allerdings der Streit zwischen der Schauspielerin Meryl Streep und dem Modedesigner Karl Lagerfeld. Dieser hat sich durch eine flapsige Äußerung Streeps Zorn zugezogen. Streep forderte von Lagerfeld eine Entschuldigung für seine Aussagen zu ihrer Garderobe für die Oscar-Gala. „Karl Lagerfeld hat mich diffamiert“, schrieb Streep in einer Erklärung an das Modemagazin „WWD“.

Alles nur ein Missverständnis?

Gegenüber dem Fachblatt hatte sich Lagerfeld vergangene Woche darüber beschwert, dass Streep seinem Modehaus Chanel zunächst einen Auftrag für eine Oscar-Robe erteilt, diesen aber wieder zurückgezogen habe, nachdem sie ein Angebot eines anderen Modeschöpfers für ein Gratis-Kleid bekam. In diesem Zusammenhang attestierte der Modeschöpfer ihr zwar eine große Karriere, nannte sie aber auch „billig“. Lagerfeld ließ inzwischen gegenüber „WWD“ mitteilen, dass seine Äußerungen auf einem Missverständnis beruht hätten. „Ich bedaure diese Kontroverse und wünsche Frau Streep viel Erfolg bei ihrer 20. Oscarnominierung“, schrieb Lagerfeld.

Streep wartet auf eine Entschuldigung

Die Schauspielerin wollte sich damit aber nicht zufriedengeben. „Herr Lagerfelds allgemeine Äußerung des ‚Bedauerns’ war keine Entschuldigung“, hieß es in Streeps Erklärung an „WWD“. Sie wolle ein förmliches Schreiben: „Er hat gelogen, es wurde gedruckt, und ich warte immer noch.“ Meryl Streeps Outfit geriet unter diesen Vorzeichen beinahe zur Nebensache. Besonders beeindruckend war es ohnehin nicht: statt Chanel trug sie am Ende eine dunkelblaue, schulterfreie Robe von Elie Saab mit Gürtel und Hose drunter.